Ludwigshafen

Vereine Oggersheimer feiern vier Tage lang Kerwe / Ortsvorsteherin dankt zum Auftakt Ehrenamtlichen und Schulen

Feststimmung bei 30 Grad

Archivartikel

Ludwigshafen.Vier Tage lang wird in Oggersheim die traditionelle Kerwe gefeiert, die die Arbeitsgemeinschaft Oggersheimer Vereine (AOV) organisiert. Schon am Freitag stand bei der Brauerei Mayer die inoffizielle „Vorfeier“ des Gewerbevereins auf dem Programm, die offizielle Eröffnung fand dann am Samstag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Schillerplatz statt. Zur Einstimmung spielte die Kolpingmusikkapelle Volksmusik und Schlager.

„Wir wollen an diesem Wochenende gemeinsam die Tradition der Kerwe fortsetzen“, sagte Andreas Unger, Erster Vorsitzender der AOV bei der Begrüßung. Er trug dabei eine „Krachlederne“, die zur traditionellen Tracht in den Partnergemeinden des österreichischen Pielachtals gehört.

„Die Vereine haben immer weniger Mitglieder. Trotzdem schaffen sie es, die Festmeile zu füllen. Ehrenamt ist heute nicht mehr selbstverständlich“, sagte Unger. Auf der Schillerstraße reihten sich Flohmarkt- und Versorgungsstände aneinander. Auch die Geschäfte hatten geöffnet, so dass die Besucher das eine oder andere Kerweschnäppchen machen konnten. Im Festzelt der Brauerei Mayer herrschte Oktoberfest-Stimmung – und das bei 30 Grad im Schatten.

Fassbieranstich klappt auf Anhieb

Selbstverständlich durfte auch die frischgewählte Ortsvorsteherin Sylvia Weiler bei der Eröffnung nicht fehlen: „Die Kerwe gibt es seit über 270 Jahren, der Höhepunkt ist der Umzug am Sonntag. Wir danken den Ehrenamtlichen, Vereinen, Schulen und Schaustellern auf dem Kerweplatz, ohne die das Fest nicht möglich wäre.“ Auch Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck begrüßte die Gäste und riet ihnen, „die kommenden Tage nicht zu Hause zu essen, sondern auf der Kerwe, um die Vereine zu unterstützen“. Außerdem lobte sie, wie sehr sich die Leute mit ihren Stadtteilen identifizieren.

Danach machten sich Sylvia Weiler und Brauerei-Chef Frank Mayer an den Fassbieranstich. „Hoffentlich geht nichts daneben“, befürchtete die Ortsvorsteherin, doch es klappte auf Anhieb: Das Fest war somit ganz offiziell eröffnet. „Die Kerwe ist eine Institution, es gibt sie schon ewig. Sie ist ein wichtiger Treffpunkt für die Oggersheimer. Besonders beliebt sind der Flohmarkt und der Umzug“, sagte Olaf Steffens, Leiter der Spielwohnung Oggersheim. Die Kerwe fördere die Gemeinschaft und das Zusammenleben im Ort und biete den Vereinen die Möglichkeit, sich zu präsentieren, meinte Karlheinz Roth-Elsenbast, Präsident des Karnevalvereins Hans Warsch. „Viele Orte haben keine Kerwe mehr, deshalb sind wir froh, dass es unsere noch gibt. Und dazu an vier Tagen.“

Lediglich die Tombola der katholischen Bücherei konnte nicht stattfinden, da sich der Förderverein aus Mangel an Mitgliedern aufgelöst hat. Bevor es sonntags zum Umzug ging, wurde es am Morgen noch einmal besinnlich mit dem Gottesdienst. Nachmittags hatten die Geschäfte geöffnet, am Montag und Dienstag geht es auf dem Altstadtplatz mit den Schaustellern rund. Am Dienstag ist zudem Familiennachmittag.

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