Ludwigshafen

Stadtarchiv Erinnerung an Arbeitslosen-Sprecher

Film über Georg Kunz

Ludwigshafen.Er war in den 1920er Jahren Sprecher der Arbeitslosenbewegung in Ludwigshafen und führendes Mitglied der pfälzischen Separatisten. Einen Film über Georg Kunz zeigt der Historische Verein am Donnerstag, 18. Januar, 18.30 Uhr, im Stadtarchiv (Rottstraße 17). Filmautorin Carmen Eckhardt hatte sich auf die Spuren ihres 1888 geborenen Urgroßvaters Georg Viktor Kunz gemacht. Dieser hatte adelige Vorfahren und wurde von einer Haushälterin eines Barons großgezogen. 1920 schloss er sich in Berlin der KAPD an, einer Linksabspaltung der KPD.

Als 1922 die BASF-Belegschaft in einen dreiwöchigen Solidaritätsstreik für entlassene Betriebsräte trat, wurde Kunz Sprecher der Arbeitslosenbewegung. 1923 war er Arbeitsminister und Kommandeur der separatistischen Miliz der Regierung der Autonomen Pfalz. Nach deren Niederschlagung 1924 emigrierte er nach Frankreich. Während der deutschen Besatzung schloss er sich dem Widerstand an. 1943 wurde er verhaftet und hingerichtet. ott