Ludwigshafen

BASF Kameratest ein Jahr

Flammen heute im Nordhafen

Ludwigshafen.Wenn heute Flammen aus dem Nordhafen der BASF schlagen und Rußwolken am Himmels stehen, dann ist dies keine erneute Katastrophe. Die BASF testet vielmehr ein neues Kamerasystem, mit dem Leckagen und Brände an Rohrleitungen auch bei schlechten Sichtbehinderungen entdeckt werden sollen. Hintergrund ist die Explosionskatastrophe am 17. Oktober 2016, bei der während fehlerhafter Leitungsarbeiten im Rohrgraben eine Ethylenleitung explodierte und fünf Menschen tötete. Neben verschiedenen anderen Maßnahmen soll nun auch ein neues Kamerasystem für einen schärferen Blick auf potenzielle Gefahrenstellen sorgen.

Keine Gefahr für Bevölkerung

Zum Test, der heute zwischen 9 und 17 Uhr stattfindet, hat die BASF ein Modell aus fünf je zwölf Meter langen leeren Rohrleitungen aufgebaut. Erdgasbrenner simulieren einen Brand mit Flammen und Ruß. Mehrere Hochleistungskameras - an verschiedenen Orten aufgestellt - werden den Versuch aufzeichnen.

Der Versuch wird vermutlich auch von außerhalb zu sehen sein. Die Feuerwehr und Vertreter von Aufsichtsbehörden werden vor Ort sein, versichert die BASF. Auch werden während des Versuchs, der vom Fraunhofer-Institut begleitet wird, keine Schiffe im Hafen liegen und keine Güter verladen. Auch für die Mitarbeiter und Bürger in der Region gehe keine Gefahr von dem Versuch aus, so eine Unternehmenssprecherin. (bjz)