Ludwigshafen

Ausschuss BASF stellt 50 000 Euro bereit / Auswahlkriterien werden noch entwickelt

Förderung für Sportvereine

Archivartikel

Ludwigshafen.Bedeutsam insbesondere für kleinere Sportvereine ist das Sportspendenprojekt, das die BASF mit dem Ludwigshafener Sportverband durchführt. LSV-Geschäftsführer Markus Schneider sprach im Sportausschuss von einem niederschwelligen Förderangebot, um das sich jeder der 150 Sportvereine in der Chemiestadt bewerben könne. Vorgaben und Schwerpunkte gebe es nicht, jeder Antrag werde individuell geprüft. So werden die Kriterien für eine Förderung von insgesamt 50 000 Euro erst im Laufe dieses Verfahrens entwickelt.

Die Entscheidung trifft eine Jury, die aus Vertretern von BASF, LSV, Stadtverwaltung und lokalen Medien besteht. Joannis Chorosis (CDU) rief dazu auf, allen Sportarten die gleichen Chancen einzuräumen. Hans-Joachim Spieß (AfD) bezeichnete „jeden Euro, den die BASF an kleinere Vereine gibt“, als „echten Zugewinn“.

Zur Entwicklung der Ludwigshafener Sportstätten hat die Verwaltung eine schriftliche Umfrage unter rund 17 000 Bürgern gestartet. Stefan Henn vom Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) erläuterte die Vorgehensweise bei dem Prozess, der mit der Erfassung der Sportanlagen begann. Zu den kommunalen Sportstätten gehören 66 Schulsporthallen, drei Schwimmbäder und sechs Bezirkssportanlagen samt Stadion und Sportpark. Hinzu kommen 101 vereinseigene Sportstätten. Die Auslastung wurde eingehend analysiert und mehr als 25 Experten interviewt.

Umfrage bei Bürgern

Neben der Befragung der zufällig ausgewählten Bürger haben auch die Sportvereine Post erhalten. Mit der bisherigen Resonanz zeigte sich Henn zufrieden. Danach würden die Ergebnisse ausgewertet und weitere Experteninterviews geführt. Der Prozess soll in Handlungsempfehlungen an Stadt und Verwaltung und konkrete Initiativen münden, so Oberbürgermeisterin und Sportdezernentin Jutta Steinruck (SPD). Wegen der derzeitigen Kontaktbeschränkungen könnte sich das Prozedere etwas verzögern. Christian Schreider (SPD) regte an, bei den Expertengesprächen potenzielle Sponsoren miteinbeziehen.

Bei der Beratung zum Haushaltsplanentwurf 2021/2022, den Sportbereichsleiter Thomas Gerling vorstellte, herrschte Einigkeit darüber, auch in Corona-Zeiten weiter zu investieren – was auch über den Entwurf hinaus gehen könnte. Angesetzt ist derzeit ein Betrag von 6,7 Millionen Euro pro Jahr. „Sport ist ein wesentlicher Bestandteil von Lebensqualität“, sagte Steinruck und appellierte an die Verantwortung von Bund und Land. „In diesen Zeiten brauchen die Vereine nicht weniger Unterstützung, sondern mehr“, unterstrich Schreider. 

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