Ludwigshafen

Mundenheim Gäste der Caritas-Tagespflege feiern

„Glücklich, dass ich hier sein darf“

Ludwigshafen.„Ich bin die Älteste hier“, sagt Annemarie Limpert und lacht. Gerade hat die 96-Jährige vor versammelter Festgesellschaft ein Gedicht zum 18. Geburtstag der Tagespflege des Mundenheimer Caritas-Altenzentrums St. Josefspflege vorgetragen: „So bringt das Alter mir Gewinn, weil ich in lieber Gesellschaft bin / Drum woll’n wir feiern, keine Frage, 18 wird man nicht alle Tage“, hatte die Mundenheimerin darin rezitiert. Sie lebt in der Nähe der Einrichtung in der Pfarrer-Krebs-Straße und besucht seit einem Schlaganfall die Tagespflege.

„Aber es geht aufwärts und ich habe noch viele Hobbys – Yoga, Bridge“, sagt die zweifache Mutter und Großmutter, die seit dem Tod ihres Mannes vor 20 Jahren allein in ihrem Haus lebt. „Ich bin glücklich, dass ich hier sein darf“, fügt sie am Rande des kleinen Festakts hinzu. Torte, Blumen und Geburtsständchen dürfen freilich nicht fehlen.

Zwölf Pflegeplätze

Derzeit nehmen 15 Gäste das Angebot der Tagespflege mit zwölf Plätzen wahr, erzählt Pflegerin Petra Wach. Manche kommen ein- bis zweimal, andere die ganze Woche – alle leben jedoch zu Hause. In der Einrichtung essen sie gemeinsam und nehmen an Angeboten wie Sitzgymnastik und -tanz, Gedächtnistraining, Ball- und Gesellschaftsspielen teil. Es wird gesungen, gebastelt und aus der Zeitung vorgelesen. Nach dem Mittagsessen können die Gäste ein Schläfchen in den Liegesesseln halten, und bei schönen Wetter geht es auf die Terrasse, erzählt Pflegerin Beate Gulizia: „Ich fühle mich hier sehr wohl und komme gerne zu Arbeit. Es ist so eine schöne Aufgabe, es ist auch erfüllend, wenn die Gäste nachmittags heimgehen und sagen: ,Das war ja heute wieder so schön hier’.“ Wie ihre Kolleginnen Petra Wach und Pia Warnecke ist sie ausgebildete Krankenschwester; zum Pflege-Team gehören zudem Alltagsbegleiterin Grazyna Cisowski und zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen.

In den 1850er Jahren habe Pfarrer Anton Krebs ein Waisenhaus gegründet, aus dem in den 1920er Jahren ein Altenpflegeheim wurde, rekapituliert Einrichtungsleiter Thomas Kraska die Geschichte der St. Josefspflege. „Mit dem Neubau 1999/2000 wurde hier auch eine Tagespflege geplant und realisiert.“ Ein Angebot, über das sich auch die Oggersheimerin Ursula Strickler freut: „Es ist abwechslungsreich, man kriegt sehr viel geboten, die Schwestern geben sich sehr viel Mühe hier mit uns“, erklärt die 88-Jährige. 

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