Ludwigshafen

Sport 4. Mini-Weltmeisterschaft am 14. Juni im Ludwigshafener Südweststadion / Turnier der „Großen“ in Russland als Vorbild

Grundschüler kämpfen um den WM-Titel

Ludwigshafen.Wenn am 14. Juni in Moskau mit dem Spiel zwischen Russland und Saudi-Arabien die 21. Fußball-Weltmeisterschaft offiziell eröffnet wird, steht in Ludwigshafen der Weltmeister bereits fest – es ist der Gewinner der 4. Mini-WM für Schülerinnen und Schüler im Südweststadion. Dieses in Deutschland einmalige Turnier für 32 Teams von Grund- und Förderschulen wird in Anlehnung an den WM-Spielplan von Schulmannschaften ausgetragen, die jeweils eine Mannschaft der WM-Teilnehmer repräsentieren.

Und das auch optisch: Die Mini-Nationalteams mit Spielern im Alter zwischen sieben und elf Jahren laufen in den Farben ihrer „WM-Paten“ auf den Rasen und ziehen auch mit den Flaggen dieser Länder ins Südweststadion ein. Für die Finanzierung des Turniers haben sich neben dem Veranstalter, dem Bereich Sport der Stadtverwaltung, eine ganze Reihe Sponsoren zusammengetan. Immerhin müssen mehr als 250 Trikots beschafft werden, außerdem die Nationalflaggen und Siegerpokale. Für ein Projekt, bei dem sich alle Schulen mit dem zugelosten Land beschäftigen, gibt es Kreativpreise. Den ersten Erfolg dieser 4.Mini-WM hatte bei einem Malwettbewerb Nicole Panchenko von der Karl-Kreuter-Schule zu verbuchen. Sie schuf das fantasievolle Sieger-Plakat.

Vor der Auslosung der 32 WM-Teilnehmer für die Schulen gestern bei einer Zeremonie im Stadtratssaal würdigte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) das Konzept der Mini-WM als „etwas ganz Besonderes und Einzigartiges“. Für die Teilnehmer werde dieses Ereignis unvergessen bleiben – „einmal wie Ronaldo, Messi, Schürrle oder Ribéry die WM-Atmosphäre zu spüren“.

Mit ihrem Engagement will die BASF als Sponsor das gesellschaftliche Miteinander stärken, so Hartmut Unger, Chef von Soziales und Sport. Thomas Gerling, Leiter des Sportbereichs der Stadt, ADD-Sprecher Rudolf Storck, SWFV-Geschäftsführer Michael Monath und Sportverbandschef Winfried Ringwald als Vertreter der Partner waren sich einig: „Die Mini-WM ist ein lange nachwirkendes Erlebnis für alle Schüler – aber auch für die Organisatoren.“ Wer ist schließlich schon einmal zu den Klängen der russischen Nationalhymne ins Südweststadion eingezogen – wie es das Eröffnungszeremoniell am 14. Juni vorsieht.

Bei den ersten drei „Mini-WM-Turnieren“ gab es Sieger, die bei den „Großen“ noch nicht so weit nach vorne kamen: 2006 Paraguay mit der Schillerschule Mundenheim, 2010 Südafrika mit der Niederfeldschule und 2014 Chile mit der Goethe-/Mozartschule Oppau. Ein Fußballprofi war auch schon dabei: Nadiem Amiri (TSG Hoffenheim) erlebte nach eigenen Angaben „Gänsehaut“, als er vor zwölf Jahren mitkickte.

Gespielt wird nach FIFA-Regeln. Eine Mannschaft besteht aus fünf Feldspielern, einem Torhüter und zwei Auswechselspielern. Gespielt wird auf vier Kleinfeldern der Größe 45 mal 30 Meter. Ein Spiel dauert zehn Minuten. Nach der Vorrunde geht es für die besten 16 Teams im K.o.-System weiter bis zum Finale, das um 15.15 Uhr steigt. Wenn in Ludwigshafen der Weltmeister feiert, kann es in Moskau losgehen.