Ludwigshafen

Soziales Verein „Familie in Bewegung“ unterstützt jährlich 2000 Familien und Alleinerziehende / Inventar mittlerweile in die Jahre gekommen

Helfer brauchen neue Möbel

Ludwigshafen.Wer die Räume des gemeinnützigen Vereins „Familie in Bewegung“ in der Rheinallee betritt, findet ein vielfältiges Angebot für Familien und Alleinerziehende vor. Bei einem Blick in den Hauptkursraum ist ein Wermutstropfen jedoch nicht zu übersehen: „Der Zustand des Mobiliars lässt zu wünschen übrig“, sagt Einrichtungsleiterin Beate Eisensteck. Die Stühle mit dem sprichwörtlichen Charme der 1960er knarren, wackeln und halten nicht mehr jeder Belastung stand. Um Abhilfe zu schaffen, hat sich der Verein an der Initiative „Hol die Oberbürgermeisterin“ beteiligt. Weil man die Online-Abstimmung im August gewann und die Räume nach der Corona-Unterbrechung wieder zugänglich sind, kam Jutta Steinruck (SPD) zum Ortstermin.

„Was hier geleistet wird, ist nachhaltiges Engagement für die Gesellschaft“, sagte die Rathauschefin über den Verein, der sich die Begleitung, Beratung, Unterstützung und nicht zuletzt die Bewegung junger Familien auf die Fahnen geschrieben hat, was „frühe Hilfen“ mit einschließt. Dabei ist der Familienbegriff nicht auf das klassische Modell beschränkt, so dass auch Alleinerziehenden viele Hilfsangebote offenstehen. „Die Ein-Eltern-Familien sind ein wachsender Bereich“, erklärte Eisensteck, die selbst alleinerziehende Mutter ist und ihr „Projekt zum Programm entwickelt“ hat.

So finden seit 2006 familienbezogene Aktivitäten statt, die vor allem eines sind: bedarfsgerecht. Hundert Kurse pro Semester und 2000 teilnehmende Familien im Jahr lautet die Bilanz der Institution, die nächstes Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert. Die Angebote sind teils kostenfrei, maximal kosten sie zehn Euro.

Um das in die Jahre gekommene Mobiliar zu erneuern – 40 Stühle und sieben Tische im Gesamtwert von etwas über 6000 Euro müssen angeschafft werden – wollen Verein und Oberbürgermeisterin nun mehrere Wege beschreiten: Steinruck versucht, die Berufsbildende Schule Technik mit einzubeziehen, wo die Stühle restauriert werden könnten. Gleichzeitig wird sie bei der für den Jugendbereich zuständigen Dezernentin Cornelia Reifenberg (CDU) anfragen, inwiefern das Budget eine Erneuerung des Mobiliars zulässt. Willkommen sind auch private Spender – „Stuhl-Patenschaften“ werden angeboten.

Indes hat die Corona-Krise auch bei „Familie in Bewegung“ ihre Spuren hinterlassen, wenngleich sämtliche Zuschüsse seitens der Stadt weiterliefen. Die im Zuge der Pandemie entwickelten Online-Formate sollen zum Teil beibehalten werden, wie Dorothea Bartel, erste stellvertretende Vorsitzende, erläutert. „Wohin mit meiner Wut?“ hieß einer der interaktiven, via „Zoom“ durchgeführten Vorträge, mit denen die präsenzfreie Zeit überbrückt wurde. Im frühkindlichen Bereich sei jedoch Veranstaltungen vor Ort der Vorzug zu geben. Auch wenn die Teilnehmerzahl noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht habe, so sei die Wiedereröffnung gut angelaufen.

Wer seinen Beitrag zur Anschaffung neuer Stühle und Tische leisten möchte, kann unter info@familie-in-bewegung.de Kontakt aufnehmen. Das Spendenkonto des Vereins lautet: DE72 5455 0010 0191 6263 81, Stichwort „Stuhlpate“. 

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