Ludwigshafen

Ludwig-Wolker-Freizeitstätte BASF-Mitarbeiter für einen Tag handwerklich aktiv

Helfer pinseln zum Geburtstag

Archivartikel

Ludwigshafen.Fünf Grad Außentemperatur und Regen: Perfektes Wetter, um einen Kaffee zu trinken und den Tag im Warmen zu verbringen. Doch nicht für 17 BASF-Mitarbeiter. Sie rückten gestern mit Werkzeug und Pinseln an, um in der Ludwig-Wolker-Freizeitstätte (LWF) handwerklich aktiv zu werden – auch im Außenbereich.

Leiter Andreas Massion zieht einen biblischen Vergleich: „Man kann sagen, Goliath hilft David.“ Der Chemiekonzern ist auf die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Susanne Ziegler zugekommen. Sie hat dann die Verbindung zur LWF hergestellt. „Die BASF engagiert sich immer wieder sozial in Ludwigshafen“, weiß der Ortsvorsteher des Stadtteils Süd, Christoph Heller (CDU). Dieses Mal bekommt das Chemieunternehmen sogar etwas für die Hilfe: „Die BASF hat zufällig nach einem Raum für ein Sozialprojekt mit Neuntklässlern ohne Abschluss gesucht“, erzählt Massion. Diesen Raum könne die Einrichtung anbieten. „Als eine Art Gegenleistung.“

Teambuilding durch Arbeit

In der LWF streichen die Mitarbeiter des Chemiekonzerns die Wände der täglich genutzten Räume und bringen am Bolzplatz eine Außenverkleidung an. „Private handwerkliche Erfahrung ist bei den meisten auf jeden Fall vorhanden“, erzählt der Abteilungsleiter der Technischen Services Ludwigshafen, Christian Seemann, lachend. Die Abteilung wurde zum Jahresbeginn neu zusammengestellt. „Quasi Teambuilding der anderen Art“, so der 50-Jährige und fügt hinzu: „Sogar mit einem guten Zweck.“ Um den Teich der Freizeitstätte herzurichten, hat die Vorbereitungszeit nicht mehr ausgereicht. „Dazu bräuchten wir mehr Leute. Einen Bagger hätten wir auch benötigt“, sagt Leiter Andreas Massion.

Der 57-Jährige berichtet, dass rund 50 Kinder und Jugendliche täglich in die Einrichtung kommen. „Die meisten suchen die Hausaufgabenbetreuung auf.“ Danach spielen die Grundschüler sowie Fünft- bis Siebtklässler im Freien Fußball, an der Konsole oder ganz klassisch Tischkicker und Billard.

Am vergangenen Dienstag feierte die LWF ihren 57. Geburtstag. „Zu Beginn waren wir in den Räumen der Unterkirche Herz-Jesu“, erzählt Massion. Nach einem kurzen Intermezzo im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma Halberg folgte 2001 der Umzug in die aktuellen Räume in der Karl-Krämer-Straße. „Der heutige Tag ist sozusagen auch ein Geschenk zum 57. Geburtstag“, sagt der Einrichtungsleiter. labj