Ludwigshafen

Soziales Arbeitsgemeinschaft aus acht Vereinen startet Veranstaltungsreihe zu Themen wie Pflege und Verbraucherrechte

Hilfe für ehrenamtliche Betreuer

Ludwigshafen.„Was gibt es an Neuem, das wir vermitteln möchten, was gibt es an Themen, die ehrenamtlichen Betreuern und auch Bevollmächtigten weiterhelfen könnten in ihrem praktischen Tun?“, zählt Lebenshilfe-Mitarbeiterin Ute Schweinfurth auf: „Das sind die Fragestellungen, die uns leiten, wenn wir die Reihe zusammenstellen“, erklärt sie mit Blick auf die neue Ausgabe einer Folge von Veranstaltungen zum Betreuungsrecht, welche die Arbeitsgemeinschaft Betreuungsvereine für Ludwigshafen, Frankenthal und den Rhein-Pfalz-Kreis diesen Monat startet.

Den Auftakt der Reihe mit dem Titel „Ihr Mut schafft Perspektiven“ bildet ein Vortrag mit der Wissenschaftsjournalistin und Diplom-Biologin Cornelia Stolze zum Thema „Fehldiagnose Demenz: Von Irrtümern, Irreführung und falschen Therapien“, der am 25. Oktober, 18 Uhr, im Ratssaal der Stadt ausgerichtet wird. Die Autorin der Buches „Verdacht Demenz“ sage, dass drei Viertel der Diagnosen für Demenz hierzulande eigentlich falsch und auf Ursachen wie zu wenig Wasser oder ein Delir nach einer Operation zurückzuführen seien, berichtet Stephan Moser vom SKFM-Betreuungsverein.

Programm besteht seit 20 Jahren

„Es ist eine Praxis, die wir auch beobachten, dass diese Diagnose sehr schnell zur Hand und oft nicht sehr verifiziert ist“, merkt Schweinfurth an. Zugleich betont Moser: „Nicht wir wollen eine Meinung machen, sondern wir stellen eine Meinung dar über die Autorin und erhoffen, dass darüber auch im Anschluss eine Diskussion stattfindet.“

In der Arbeitsgemeinschaft sind acht Betreuungsvereine von Arbeiterwohlfahrt (AWO), Diakonie, Johanniter-Unfall-Hilfe, Lebenshilfe, Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) und der Kommunale Betreuungsverein Ludwigshafen zusammengeschlossen. Die Reihe zum Betreuungsrecht, die bereits seit mehr als 20 Jahren ausgerichtet wird, sei ein Bestandteil im Tätigkeitsfeld der Arbeitsgemeinschaft, die zudem auch eine Qualifizierungsreihe für Betreuer durchführe und im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auch Netzwerkarbeit betreibe, wie Moser ausführt.

Als weitere Beiträge der Reihe stehen am 27. November der Vortrag „Welche Rechte habe ich als Verbraucher nach dem Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz?“ sowie im kommenden Jahr Veranstaltungen zu den Themen „Was bringt das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG) für Menschen mit Behinderung?“ (5. Februar) und „Wie setze ich mein Rechte durch?“ (24. April) auf dem Programm.

Termine in Volkshochschule

Die Veranstaltungen finden in der Volkshochschule im Bürgerhof statt und beginnen um 18 Uhr. Den Abschluss bildet am 3. Juli eine Führung durch die aktuelle Ausstellung der Kunsthalle Mannheim. Die letzte Veranstaltung sei „ein bisschen als Dankeschön“ an die ehrenamtlichen Betreuer gedacht, erläutert Arbeitsagemeinschaft-Sprecher Ralph Sattler von der Diakonie. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und können ohne Anmeldung besucht werden. Lediglich die Führung zum Abschluss bedarf einer Anmeldung.