Ludwigshafen

Fusion-Jubiläum Ministerpräsidentin Dreyer lobt Entwicklung

„Hochschule hat viel richtig gemacht“

Archivartikel

Ludwigshafen.„Die Fusion mit der evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen war damals ein großer Schritt. Danach hat die Hochschule viel richtig gemacht und ist ihrem Auftrag voll gerecht geworden.“ Nicht mit Lob sparte die Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) über die Entwicklung der staatlichen Hochschule, die sich 2008 mit der kirchlichen Einrichtung zusammengeschlossen hat. Dabei stellte die Landeschefin nicht nur das breite Studienangebot hervor, sondern auch die vielen öffentlichen Veranstaltungen, wie etwa die Kinder-Uni oder das Studium Generale.

Campus soll 2022 fertig sein

„Die Hochschule schmort nicht im eigenen Saft, sondern wirkt weit in die Stadt hinein“, würdigte auch Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD). Als Beispiele nannte sie die Beteiligung an der Mobilitätsuntersuchung zum Hochstraßenprojekt oder die Übernahme von Lesepaten in der Bliesschule. Der schwierige Zusammenschluss der Hochschulen vor zehn Jahren habe „toll geklappt“, so Steinrucks Fazit.

Dekanin Barbara Kohlstruck bestätigte dies. Die Entscheidung sei damals nicht leicht gefallen, aber vor allem aus finanziellen Erwägungen getroffen worden. Die Bedeutung der wissenschaftlichen Begleitung von sozialer Arbeit sei nicht zu unterschätzen. „Soziale Arbeit ist immer auch parteiische Arbeit für die, die keinen Beitrag zur Produktivität mehr leisten können. Daher braucht es gute ausgebildete Fachkräfte, die bei aller Wirtschaftlichkeit den Menschen im Blick behalten.“

Die Attraktivität der Hochschule unterstrich Dreyer mit Verweis auf 4500 Studierende. Sie hob auch hervor, dass diese sich mit dem Regionalbüro um die Förderung von Arbeiterkindern kümmere. Zugleich betonte sie die Bedeutung der beruflichen Bildung. „Für den Wohlstand in Deutschland brauchen wir beides – Meister und Master.“

Kurz ging die Ministerpräsidentin auf die Diskussion um einen Hochschulstandort in der Innenstadt ein. „Die innovative Idee kam fünf Jahre zu spät.“ Denn das Campus-Projekt in der Ernst-Boehe-Straße sei bereits zu weit fortgeschritten gewesen. Der Neubau wird nach ihren Angaben 2022 fertig sein.

Hochschulpräsident Peter Mudra wertete dies als gute Nachricht, wenn man den siebenjährigen Vorlauf vernachlässige. Die Hochschule habe die eingeworbenen Drittmittel seit 2010 verdreifacht und biete 41 Studiengänge an. Die Kooperation mit Worms werde fortgesetzt. Der Entwicklung von einer Wissens- zu einer Kompetenzgesellschaft trage die Hochschule Rechnung, „Wir werden das Weiterbildungsangebot ausbauen und uns noch stärker als Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft etablieren.“ Dies soll sich auch in einer angestrebten Umbenennung widerspiegeln.