Ludwigshafen

Politik Oberbürgermeister-Bewerber Peter Uebel lobt beim CDU-Sommerfest die Amtsinhaberin und stellt sein eigenes Programm vor

"Ich habe die besten Antworten"

Ludwigshafen.Es gibt kaum eine Veranstaltung in der Stadt, bei der man nicht Peter Uebel begegnet. Der Oberbürgermeisterkandidat der CDU ist "kaum noch zu Hause", bescheinigt ihm Torbjörn Kartes. "Er nimmt den Wahlkampf unheimlich ernst, denn er brennt für diese Stadt." Kartes, der als Nachfolger für Maria Böhmer für den Bundestag kandidiert, warb in der gut gefüllten Bruchfesthalle für reichlich Rückenwind für die CDU am 24. September. Denn wie schnell Umfragewerte täuschen und die Stimmung kippen kann, habe die Landtagswahl im März gezeigt.

Kritik an Finanzausttattung

So stellte Uebel beim CDU-Sommerfest einmal mehr seine politischen Ziele vor. Diese seien "keine leeren Phrasen", so der Mediziner. Die Stadt solle wieder sicher und sauber werden, ohne rechtsfreie Räume. Wer sich nicht daran halte, solle die Konsequenzen spüren. Die Sanierung und der Ausbau von Schulen und Kitas liegen ihm besonders am Herzen, ebenso wie Krankenhäuser, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, die für die ganze Region von herausragender Bedeutung seien. Die Hochschule und mit ihr das studentische Wohnen in der Innenstadt gelte es zu fördern, um diese zu beleben. Vergleiche mit einem "Pissbahnhof" - wie unlängst im Spiegel - seien unfair und respektlos. Richtig seien dagegen "Leuchtturmprojekte" wie das Metropol, auch wenn hier Vertrauen in den Investor verloren gegangen sei.

Durch den Hochstraßenabriss werde die Stadt ihr Gesicht verändern. Die Chancen, die sich daraus ergeben, müsse man nutzen. "Wir müssen etwas wagen, um Stillstand zu verhindern", so Uebel. Seiner Vorgängerin attestierte er gute Arbeit: "Sie hat die Stadt zum Rhein hin erschlossen und wichtige Gewerbe hier angesiedelt." Im Städtetag habe sie es geschafft, dass die Not großer Kommunen endlich wahrgenommen werde. Laut Bertelsmann-Studie befänden sich sechs von zehn der höchst verschuldeten Städte in Rheinland-Pfalz. Schuld daran sei ein ungerechter Finanzausgleich, der deutlich zulasten der Stadt gehe.

Oberbürgermeisterin Eva Lohse bedankte sich für das Lob. Der Amtsverzicht sei ihr leicht gefallen, nachdem klar gewesen sei, dass Uebel zur Nachfolge bereit sei. Der Arzt und Stadtrat sei ein Mensch, "dem man vertrauen kann, mit Herz und Verstand und Ideen, wie er die Stadt voranbringen kann".

Uebel selbst war die Begeisterung für den Wahlkampf anzumerken. Selbstbewusst betonte er: "Ich bin mir sicher, dass ich die besten Antworten habe auf alle drängenden Fragen. Jeder andere Wahlausgang würde die Stadt um Jahre zurückwerfen." Mitglieder der Jungen Union und des Wahlkampfteams skandierten lautstark "Peter, Peter". Und der bedankte sich bei allen, die bei strömendem Regen unermüdlich Plakate aufgehängt hatten.