Ludwigshafen

Freizeit Internationaler Bauorden stellt Sommerprogramm vor

Jugendliche bringen sich im Ausland ein

Archivartikel

Ludwigshafen.Bei 60 Camps des Internationalen Bauordens in 21 Ländern können junge Menschen bis Oktober anpacken und die Welt entdecken. Seit 65 Jahren engagiert sich der Bauorden für soziale Projekte und Einrichtungen. In einer internationalen Gruppe bauen und renovieren die Freiwilligen gemeinsam. „Die jungen Leute kommen zusammen und bringen sich tatkräftig ein“, erläuterte Peter Runck, Geschäftsführer des Internationalen Bauordens, das Sommerprogramm.

Bei den Projekten erwartet Runck rund 500 Teilnehmer aus Deutschenland und 200 aus dem Ausland. „Die 700 jungen Menschen steuern bei den Bauhilfsprojekten ihre Zeit und Arbeitskraft bei“, erklärte er. Er erinnerte an die Anfänge des Bauordens, der 1953 von dem niederländischen Ordensmann Werenfried van Straaten wegen der Not der Nachkriegszeit gegründet wurde. Tragende Elemente sind der Gedanke der Versöhnung und die Europa-Idee. Bis zum 20. Oktober sind Baucamps in Deutschland, anderen europäischen Ländern wie Russland, Ukraine und Armenien sowie in Ägypten und Marokko vorgesehen. Das Mindestalter für die Teilnahme in Deutschland beträgt 16 Jahre, im Ausland 18 Jahre.

Verpflegung wird gestellt

In Ägypten (30. September bis 12. Oktober) können die jungen Leute ein Gemeinschaftszentrum der nubischen Gemeinde errichten. In Tschechien (2. bis 15. September) werden Pferdeställe gebaut und in Griechenland (9. bis 21. Juli) ein Kloster renoviert. Vom 8. Juli bis 18. August können die Helfer die Ukraine entdecken und bei drei Baucamps mitwirken. Wer nicht weit reisen möchte, kann bei 26 Aktionen in Deutschland mitmachen. In der Region wird in Otterstadt (26. August bis 8. September) das Naturerlebnisgelände des Vereins „Naturspur“ auf Vordermann gebracht.

„Jeder kann mitmachen, der keine zwei linken Hände hat. Handwerkliche Fähigkeiten werden nicht gefordert, sind aber von Vorteil“, so Runck. „Da kommen unterschiedliche Menschen zusammen, die ein soziales Projekt unterstützen möchten. Sie bekommen kein Geld, zahlen eine Anmeldegebühr und müssen meist selbst die Reisekosten tragen“, ergänzte er. Die Projektpartner vor Ort seien jedoch für Verpflegung, Unterkunft, Arbeitsanleitung und Freizeitgestaltung zuständig.