Ludwigshafen

Ferienprogramm Abschlussvorstellung beim Kindermitmachzirkus Soluna im Hemshofpark

Junge Artisten begeistern

Ludwigshafen.Kinder in glitzernden Kostümen am Trapez, als alberne Clowns in der Manege und als Artisten beim Balanceakt auf rollenden Brettern. Beim Kindermitmachzirkus Soluna ist alles anders. 70 Mädchen und Buben bestreiten die gesamte Vorstellung vor 350 Zuschauern in einem Zelt im Hemshofpark. Applaus und Jubelrufe übertönen immer wieder die Zirkusmusik. „Die Kinder sollen lernen, aufzutreten und ihre Ängste zu überwinden – ob Lampenfieber oder Scheu vor der Feuerprobe und dem Drahtseilakt am Seil“, sagt Dennis Ehret, Pädagoge im Spielhaus Hemshofpark. Er begleitete die Kinder mit seinen Kollegen eine Woche lang beim Training und den Vorbereitungen für den gestrigen Auftritt.

Neue Freundschaften gebildet

„Das Ferienprojekt stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder“, ergänzt Iris Wessa von der Jugendförderung der Stadt, die das Projekt unter dem Motto „Kannst Du nicht war gestern“ organisiert hat. Was die Kinder geschafft haben, kann sich sehen lassen. Synchron bewegen sie die leuchtenden Lichterbälle. In der dunklen Manege treten sie mit Feuerstangen auf und schlagen Saltos durch große Hula-Hoop-Reifen.

Ein Mädchen hatte vor Aufregung die ganze Nacht nicht geschlafen. Aber bei der Veranstaltung waren alle aufgeregt, das schweißt zusammen. Sabine Nauman-Tasdelen erzählt: „Bei der Vorbereitung auf den Auftritt fragte ein Junge: Was machen wir, wenn etwas schief läuft? Dann lachen wir mit, antwortete ein Mädchen.“

„Als ich in die Manege getreten bin, war zunächst alles dunkel. Ich konnte die Zuschauer nicht sehen. Als das Licht anging, hatte ich keine Angst mehr und wusste, dass ich das schaffe“, berichtet die achtjährige Layla: „Wir sollten uns eine Generalprobe vor den anderen Kindern als Publikum vorstellen. Das hat uns viel Mut gemacht.“

Das Wichtigste sei es, Spaß zu haben. Es gehe nicht darum, die große Show zu machen. Deshalb sei es auch egal, ob man etwas falsch mache. Auch für die achtjährige Maria war der Applaus des Publikums der schönste Moment.

Für die Kinder ist es wichtig, zu lernen und sich auf andere verlassen zu können. Sie treten in Teams auf und helfen einander, wie schon während des Trainings. Die gegenseitige Unterstützung vermittelt soziale Kompetenzen. Viele schließen neue Freundschaften. „Wir haben gelernt, was Teamwork bedeutet“, sagt der 13-jährige Furkan. jug