Ludwigshafen

Friesenheim Arbeitsgemeinschaft der Vereine vor unsicherer Zukunft / Gastronom wird Festzeltbetreiber / Debatte im Ortsbeirat

Kerwe unter neuen Vorzeichen

Ludwigshafen.Die Themen Kerwe, Müll und Straßengrün beschäftigten den Friesenheimer Ortsbeirat in seiner ersten Sitzung nach der Konstituierung. Von den Veränderungen bei der Eulenkerwe sollen die Besucher nichts merken, beantwortete Ortsvorsteher Günther Henkel (SPD) eine Anfrage der CDU. Mit 13 Ständen und Autoscooter sei das Angebot im üblichen Rahmen, das Programm an allen Tagen vom 20. bis 24. September steht mit Beteiligung der Vereine und zum Abschluss am Dienstag „werden wir wieder ein Feuerwerk haben“, so Henkel.

„Wir haben die Anfrage aufgrund der unklaren Finanzierungssituation gestellt“, hakte Thorsten Ralle (CDU) nach. „Die Arge kann aktuell keine Verträge abschließen“, erklärte Henkel. Deshalb habe die Lukom, die seit Jahren die Kerwe ausrichtet, einen Vertrag mit dem Gastronom Hans Lux als Festzeltbetreiber abgeschlossen. Allerdings sei nur die Arbeitsgemeinschaft zur Annahme von Spenden für die Veranstaltung berechtigt, was der Gastronom nicht dürfe. So werde die Arge den Zeltbetreiber mit einer Ausfallbürgschaft absichern, so der Ortsvorsteher, der zugleich Arge-Chef ist. Ein einmaliges Konstrukt. „Nach der Kerwe werden wir über den Fortgang der Arge entscheiden“, sagte Henkel. Angedacht sei, einen Verein für die Durchführung des 1250-jährigen Ortsjubiläums 2021 zu gründen, der die Aufgaben der Arge übernimmt.

Positiv beschied der Ortsbeirat die Pläne zur Bebauung der Sternstraße West. Damit soll eine Bebauung in zweiter Reihe ermöglicht werden. Der Bebauungsplan sieht eine maximale Grundstücksversiegelung von 60 Prozent vor. Zudem werden 30 Prozent der Fläche für eine Vorgartenbegrünung vorgeschrieben.

Der Müll in der Teichgasse bleibt ein Ärgernis. Ein Appell an die Vernunft der Gartenbesitzer sei ebenso fruchtlos wie der Versuch einer geregelten Müllabfuhr, so Henkel. Auch sei die Zeit gepflegter Rasenflächen vorbei, „aus Insektenschutzgründen“, erklärte Gabriele Bindert. Das gelte auch für die Ebertstraße, wo sich Anwohner über Wildwuchs beklagt hatten. Allerdings räumte die Bereichsleiterin ein, dass sich die Wiese wegen Trockenheit nicht wie erhofft entwickelt habe. Mittlerweile würden aber Blumen wachsen. hbg

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