Ludwigshafen

Kultur Stadt stellt neue Künstler-Publikationsreihe und Experimentierraum vor

Kreatives im Container

Archivartikel

Ludwigshafen.Lokale Kunst zum Sehen, Begehen und Blättern: Zwei neue Projekte stellte die Verwaltung als Akzente der kulturellen Stadtentwicklung vor: die Publikationsreihe „Proud“ und einen Experimentierraum, das sogenannte „POPUP!LAB“. Damit würden zwei Versprechen eingelöst, sagt Dietrich Skibelski, Leiter des städtischen Bereichs Kultur. Der erste Band von „Proud“ (übersetzt: Stolz) ist dem gelernten Schriftsetzer und auf Typografie spezialisierten Künstler Wolfgang Vogel gewidmet. Im Zentrum des von Sebastian Moock grafisch überaus ansprechend gestalteten, mit Bildern von Werken und Arbeitsstätte des Künstlers versehenen Heftes, steht ein Interview mit dem 65-Jährigen. „Ganz toll“, urteilte Vogel über die in einer Auflage von 200 Stück erstellte Publikation, die vornehmlich in den Bibliotheken der Stadt ausgelegt wird. „Ich finde, dass auch in der letzten Zeit hier in Ludwigshafen im Kulturbereich einiges läuft. Man merkt, dass man kulturpolitisch einiges auf die Reihe bekommen möchte. Und da ist eben diese Broschüre auch ein Beispiel dafür.“

Archiv der Kulturschaffenden

„Grundsätzlich ist diese Initiative von uns ins Leben gerufen worden, um Künstlerinnen und Künstler zu würdigen, auf die wir zurecht stolz sind in unserer Stadt, und um ihnen ein Forum zu geben“, erklärte Skibelksi. „PROUD“ werde vier Mal im Jahr erscheinen und so mit der Zeit „ein fortlaufendes Archiv des zeitgenössischen Kunst- und Kulturschaffens in unserer Stadt“ entstehen lassen. Jede Ausgabe werde dabei einem Protagonisten gewidmet: „Das kann ein Musiker sein, ein Künstler, ein Kulturschaffender jeglicher Art, der in Ludwigshafen lebt oder arbeitet“, erläuterte Projektleiterin Julia Katharina Thiemann.

Das zweite eingangs genannte „Versprechen“, das „POPUP!LAB“, ist ein von außen unscheinbarer Baucontainer, der es indes „in sich hat“, so Skibelski: Es sei „ein Experimentierraum für kulturelle Initiativen“, für „Künstlergruppen, Kreative, Visionäre“. Zum Auftakt ist darin eine eigens geschaffene Installation mit Werken von Wolfgang Vogel zu sehen.

Nah am Container stehen zudem drei leuchtend grüne Sitzmöbel. „Es geht darum, dass hier eine Begegnungszone entsteht. Und zwar nicht eine kompliziert kuratierte, inszenierte, sondern eine, die sich hoffentlich ganz organisch entwickelt“, so Fabian Burstein, Leiter des Kulturbüros. „Dieser Container ist absolut für alle da, die hier reinwollen.“ Miete werde keine fällig.

Nach der Kultursommer-Eröffnung mit der Fotoausstellung von Andreas Heinrich folgen am 10. Juni die Initiative „Ludwigshafen liest Stolpersteine“ und ab 1. Juli eine Ausstellung vom Buero für angewandten Realismus.