Ludwigshafen

Rheingönheim Ortsvorsteher Wißmann blickt nach vorn

Kritik an Containern

Ludwigshafen.„Für uns hier in Rheingönheim ging es im Gegensatz zu anderen Stadtteilen wieder verhältnismäßig ruhig zu“, stellte Wilhelm Wißmann mit Blick auf das vergangene Jahr fest. Als „ein großer Aufreger“ habe sich gleichwohl das „Laubfroschwäldchen“ entpuppt, rekapitulierte der Ortsvorsteher bei seinem Neujahrsempfang vor zahlreichen Gästen in der Halle des Turnvereins Rheingönheim 1878. Zur Rettung des Areals, das durch eine Erweiterung der angrenzenden Deponie gefährdet ist, waren viele Unterschriften gesammelt worden – dem letzten Bericht aus der „neuen Lu“, sei nun zu entnehmen gewesen, „dass bei einer Erhöhung der Deponie das Wäldchen erhalten bleiben könnte“, erläuterte Wißmann.

„Die viel kritisierte Baustelle in der Hauptstraße ist soweit vorangeschritten, dass der Kran abgebaut und die Straße wieder befahrbar ist“, führte er aus: „Die Straßenbahn kann hoffentlich auch bald wieder an den Berliner Platz fahren.“

„Vorgaben nicht nachvollziehbar“

Die Erweiterung der Mozartschule werde im neuen Jahr ebenfalls Thema sein, so Wißmann. „Die Vorgaben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sind für uns nicht nachvollziehbar und in unseren Augen nicht zukunftsträchtig angedacht. Es genügt einfach nicht, drei Container, die jetzt Raummodule heißen, in den Hof zu stellen und im Park einen Anbau hinzustellen mit ,Ein Zimmer, Küche, Bad’ beziehungsweise ein Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer und die Bibliothek“, kritisierte er und bekräftigte: „Es kann nicht sein, dass wir in Rheingönheim eine Deponieerweiterung und ein Neubaugebiet aufs Auge gedrückt bekommen, der Stadtkasse Einnahmen und Kostenersparnisse verschaffen, und im Gegenzug dafür nichts bekommen.“

Ein „fortwährendes Ärgernis“ seien Hinterlassenschaften der Hunde. „Wir werden deshalb beantragen, den Mozartpark als Spielplatz umzuwidmen, damit wir auch ein Hundeverbot dort durchsetzen können“, kündigte der Ortsvorsteher an.

„Ein weiteres Problem bleibt der Standort für einen Nahversorger, hier sind wir auch noch nicht weiter gekommen, auch wenn Rossmann inzwischen eröffnet hat und Netto etwas vergrößert“, bilanzierte Wißmann. „Ich bin stolz auf unser Vereinsleben in Rheingönheim“, betonte er und richtete den Dank auch „an alle ehrenamtlich tätigen Bürger.“

Den musikalischen Rahmen gestaltete die Chorgemeinschaft MGV und Germania – die seit genau zehn Jahren bestehe, wie Mitsänger Wilhelm Wißmann anmerkte. Die Turnerfrauen des Turnvereins und die Jüngsten als „Schornsteinfeger-Nachwuchs“ sorgten überdies für muntere Unterhaltung.

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