Ludwigshafen

Rheingönheim Verbände vermissen Naturschutz

Kritik an Rodung

Ludwigshafen.Mit großem Erstaunen und heftiger Kritik haben die Naturschutzverbände BUND, Nabu, Orbea und Pollichia auf die Absicht der Stadt reagiert, das „Laubfrosch-Wäldchen“ in Rheingönheim wegen der Deponieerweiterung aufzugeben – trotz vieler Argumente, die für den Erhalt sprechen. Die Haltung der Stadt zeige ein „absolutes Unverständnis für den Naturschutz“. Es werde suggeriert, dass eine dreimal so große Ersatzfläche die Bedeutung des Wäldchens kompensieren könne. Die vier Umweltverbände teilen diese Ansicht keinesfalls. Einige Bäume wie Silberweiden oder Stiel-Eichen dürften 50 bis 100 Jahre alt sein. Diese ließen sich mittelfristig nicht ersetzen. Es würde Jahrzehnte dauern, bis etwa Greifvögel wieder in diesem Bereich brüten würden.

„Eine künstlich angelegte Ausgleichsfläche für einen gewachsenen Wald ist grundsätzlich für lange Zeit ein weniger wertvoller Lebensraum.“ Zudem kritisieren die Verbände, dass Grün- und Freiflächen auch in der Innenstadt und etwa in der Entwicklungsachse West nur noch Vorhalteflächen für Baumaßnahmen darstellen.