Ludwigshafen

Neujahrslauf 300 Freizeitsportler gehen auf 6,3 Kilometer lange Strecke / Dominic Marquedant aus Freiburg siegt

Läufer trotzen Schmuddelwetter

Ludwigshafen.Nieselregen, nasse, glitschige Wege – all das stört echte Laufbegeisterte nicht. Mehr als 300 Läufer und Walker machten sich gestern beim zweiten Neujahrslauf im Maudacher Bruch auf eine 6,3 Kilometer lange Rundstrecke um den Jägerweiher. Organisiert wurde der Lauf vom Verein Sandbox Warriors. Vorstand Alex Roßbach zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Resonanz trotz der wenig ansprechenden Witterung. „Wir sind ausgebucht im Hauptlauf, schon beim zweiten Anlauf für diese Veranstaltung ist das großartig“, merkte er nicht ohne Stolz an. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck kündigte bei der Siegerehrung an, bei einem der nächsten Läufe selbst die Sportschuhe schnüren zu wollen.

Weit über Ludwigshafen hinaus hat es sich herumgesprochen, dass man bereits so früh im Jahr an einem Wettbewerb teilnehmen kann. Der Sieger Dominic Marquedant kam extra aus Freiburg, um seine Form zu testen. Jeder Läufer war mit einem an der Startnummer befestigten Chip auf die Strecke gegangen, somit konnte die jeweilige Zeit ermittelt werden. Genau 21 Minuten und 26 Sekunden benötigte Marquedant für die Strecke.

Schon seit 40 Jahren aktiv

„Das ist für die Saison schon mal ein gutes Tempotraining“, meinte er hinterher schnaufend, aber gut gelaunt. Sechsmal die Woche trainiert er dafür. Nicht ganz so erst nahm Günter Knörr aus Maudach die Sache. „Das ist meine Hausstrecke, hier laufe ich schon seit 40 Jahren“, sagte der 71-Jährige, und daher gehöre das für ihn hier zur Pflicht.

Birgit Schillinger aus Schwetzingen ist in Maudach aufgewachsen und läuft ebenfalls schon seit 44 Jahren. Beide kennen sich schon lange. „Hier so früh im Jahr kann ich mich fit halten, ich mache eigentlich Triathlon“, sagte Schillinger.

Miriam Klemm aus Mutterstadt war mit ihrer Mutter bereits vor einem Jahr beim Neujahrslauf dabei, daher wollten sie es sich nicht nehmen lassen, wieder mitzumachen. „Wir beide verbringen so zusammen immer eine schöne Zeit“, erzählte Henriette Klemm.

Die beste Läuferin war Juliana Böhm aus Hirschberg mit einer Zeit von 24 Minuten und elf Sekunden. „In meiner Zeit an einem College in Georgia habe ich viele Wettkämpfe in den USA bestritten“, berichtete sie. Als sie 2016 nach Deutschland zurückkam, hatte sie erst einmal die Freude am Laufen verloren. 2018 startete sie erstmals wieder bei einem Halbmarathon in Heidelberg, seitdem lässt sie viele Konkurrentinnen hinter sich.

20 Kinder nahmen an einem verkürzten Lauf über 800 Meter teil. Der zehnjährige Micah Sandor aus Maudach siegte souverän. Luise Kühlwein war das beste Mädchen. Auch eine Gruppe von Walkern machte sich auf den Weg. Eva Servatius bewältigte die Distanz in gut 43 Minuten.

Die Sandbox Warriors wurden bei der Veranstaltung von mehreren befreundeten Vereinen und Lauftreffs wie United Runners unterstützt. Bernd Weißner von den United Runners meinte, dass seine Gruppe mit rund 30 Läufern die größte stelle. „Wir sind kein Verein, ohne Verpflichtung konzentrieren wir uns rein nur aufs Laufen“, erklärte er. Das Wetter sei dabei total egal.