Ludwigshafen

Digitale Reihe mit Videos geplant Digitale Reihe mit Videos geplant

Ludwigshafener Stadtmuseum sucht persönliche Geschichten zu Corona

Ludwigshafen.Von einem Tag auf den anderen änderte sich für viele der Alltag durch die Corona-Krise in gravierender Weise. Geschäfte, Gaststätten, Kitas oder Schulen wurden kurzerhand im März geschlossen. Beschäftigte wurden in Kurzarbeit geschickt. Wie die Ludwigshafener auf die tiefgreifenden Veränderungen reagiert haben, will das Stadtmuseum für eine digitale Reihe unter dem Titel „Luxus in LU? Persönliche Kostbarkeiten und individuelle Lebensqualitäten in Zeiten von Corona“ erfahren.

Brotbacken gelernt

Die Kultureinrichtung sammelt – ähnlich wie in anderen Städten – Eindrücke, Erlebnisse und auch Berichte über Veränderungen durch die Pandemie. Aus den Beiträgen der Bürger sollen Videos oder Podcasts mit einer Länge zwischen 15 und 25 Minuten entstehen. Doch der Schwerpunkt sollte, nicht zuletzt, um Zuversicht zu verbreiten, eher auf den möglichst positiven Aspekten des Lockdowns liegen, sagt Museumsleiterin Regina Heilmann.

Der erste Beitrag stammt von Giuseppina Goduto, die mit ihrer Familie im Hemshof wohnt und aus Italien nach Deutschland eingewandert ist. Ihr Hauptaugenmerk lag darauf, in den Krisenzeiten eine ausreichende Ernährung ihrer Familie sicherzustellen. Deshalb startete Goduto, die bereits über Wochen die Schreckensnachrichten aus Italien verfolgt hatte, schon im Januar mit Versuchen, eigene Hefe herzustellen, um stets genügend Brot für ihre Familie zu haben. Ende März klappte es dann und „Hope“, die Mutterhefe, war einsatzfähig.

Im Gespräch mit Heilmann berichtete Goduto von ihren Erfahrungen mit Mutterhefe und brachte diese in Gläsern mit verschiedenen Wachstumsstadien als Studienobjekte mit. Zudem stellte sie für die Aktion des Stadtmuseums ihre Facebook-Seite zur Verfügung und fertigte ein Back- und Kochbuch an, das sich auf Rezepte speziell mit Hefe konzentriert. Das Ergebnis ist ein rund 18-minütiges Video, das den Zeitraum von Ende März bis Mitte Mai umfasst. Aus rechtlichen Gründen kann die musikalische Umrahmung durch italienische Popsongs, die auf Facebook gestattet ist, im Video nicht wiedergegeben werden.

Die Museumsleiterin freut sich über Beiträge und steht unter der E-Mail-Adresse stadtmuseum@ludwigshafen.de oder telefonisch während der Öffnungszeiten des Stadtmuseums (dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr) unter 0621/504-2574 zur Verfügung.

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