Ludwigshafen

Stadtteil Süd Verein Familie in Bewegung und Ludwig-Wolker-Freizeitstätte richten Lese-Club ein

Lust am Schmökern wecken

Archivartikel

Ludwigshafen.Einladend sieht es aus, das Zimmer mit einem Regal voller Bücher, Spielen und drei bunten Sitzsäcken im ersten Stock der Vereins Familie in Bewegung. Vermutlich würde der eine oder andere Erwachsene am liebsten einen Band greifen, Platz nehmen und selbst mit dem Schmökern beginnen. Aber die Zielgruppe, die sich künftig im Leseclub wohlfühlen und die Freude am Lesen entdecken darf, ist etwas jünger: Das Angebot richtet sich an Kinder im Grundschulalter, wobei jedoch auch etwas Ältere sowie Eltern mit kleineren Kindern willkommen sind.

Besagte „Leseclubs“ sind eine bundesweite Initiative der Stiftung Lesen und stehen unter dem Motto „Mit Freu(n)den lesen“. Als Kooperationspartner in Ludwigshafen ist die benachbarte Ludwig-Wolker-Freizeitstätte mit dabei, in der ebenfalls – nach den Herbstferien – ein zweites Leseclub-Angebot startet. Die Kinder treffen sich dann in beiden Einrichtungen mit teils ehren-, teils hauptamtlichen Lesebetreuern, die mit ihnen lesen, ihnen Bücher vorstellen und die mit den Kleinen kreativ werden.

Malen und Basteln

„Der Spaß am Lesen soll geweckt werden durch die Verbindung mit Aktionen – ob Malen, Basteln, Spielen, bis hin zum Tablet“, erklärt Andreas Massion, Leiter der Ludwig-Wolker-Freizeitstätte, der mit Dorothea Bartel, stellvertretende Vorsitzende von Familie in Bewegung, als Projektverantwortlicher fungiert.

„Wir sind sehr stark im frühkindlichen Bereich tätig“, erklärt Vorsitzende Beate Eisensteck über den Verein mit 400 Mitgliedern. Dabei sei das Thema Lesen und Entwicklungsunterstützung ein wichtiges Anliegen. „Und für uns ist es sehr wertvoll, dass wir es auch für Grundschulkinder weiterführen können.“

Die Stiftung stelle die Materialien zur Verfügung – Bücher, Zeitschriften-Abonnements, einige Gesellschaftsspiele, die Sitzsäcke sowie einen kleinen finanziellen Zuschuss, erläutert Massion. Außerdem biete sie Schulungen an, in denen die Freiwilligen auch pädagogisch vorbereitet würden.

Sie habe bereits die Rückmeldung bekommen, dass ein „sehr großes Interesse“ am Leseclub-Angebot bestehe, so Bartel. Als „tolle Idee“ bezeichnete Ortsvorsteher Christoph Heller das Projekt, der symbolisch das Eröffnungsband zum Leseclub-Zimmer durchschnitt. Bei Familie in Bewegung steht das Angebot donnerstags auf dem Programm. Nach den Herbstferien kommt zusätzlich der Dienstag hinzu, während in der Ludwig-Wolker-Freizeitstätte der Leseclub nach den Ferien freitags stattfindet. In beiden Einrichtungen ist der Leseclub von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Das Angebot ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.

Eine der Freiwilligen, die sich als Lesebetreuerinnen engagieren wollen, ist Susanne Diry, die mit ihrer bald dreijährigen Tochter Karlotta schon die Krabbelgruppe bei Familie in Bewegung besucht hatte. „Ich finde, dass Lesen etwas ganz Wichtiges für die Kinder ist“, betont sie. Man könne nicht früh genug anfangen.

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