Ludwigshafen

Gartenstadt Ausbau der Salzburger Straße kostet zwei Millionen Euro

Mehr Platz für Rettungswagen

Archivartikel

Ludwigshafen.Ein bedeutsames Projekt in der Gartenstadt ist der Ausbau der Salzburger Straße, zu dem Boubkar Chigar vom Bereich Tiefbau im Ortsbeirat die weiteren Pläne präsentierte. Die Zahl der Parkplätze und Bäume bleibt erhalten. Eine Änderung ergibt sich aber bei der Straßenbreite. Diese wird von 4,80 Metern auf 5,50 Metern vergrößert, so dass Krankentransportfahrzeuge ungehindert passieren können – eine Notwendigkeit angesichts der Nähe zum Marienkrankenhaus. Künftig befinden sich Parkbuchten zwischen den Bäumen.

Zur besseren Unterscheidung erhalten Gehwege eine graue und Parkflächen eine anthrazitfarbene Pflasterung. Die Kosten für das Projekt bezifferte Chigar auf rund zwei Millionen Euro. Baubeginn ist im zweiten Quartal 2021, vorgesehen sind vier Bauabschnitte zu jeweils zwei Monaten. Voraussichtlich verteuern wird sich nach jetzigem Kenntnisstand der Ausbau der Schreberstraße.

Einen Einblick in die Grünflächen der Gartenstadt vermittelte Gabriele Bindert, die inzwischen den Bereich Grünflächen und Friedhöfe leitet. Sie hob mit dem Volkspark und dem Ernst-Reuter-Park zwei Anlagen hervor, die besonders aufwendig zu pflegen seien. Insgesamt halte die Stadt im Ortsteil 51 Hektar Grünfläche vor.

Viele Baumschäden

Große Bedeutung kommt laut Bindert den Wiesen zu, die für ihre biologische Vielfalt bekannt seien. Mit Blick auf die regelmäßig erforderlichen Nachpflanzungen habe sich der Ahorn als überdurchschnittlich anfällig für Baumschäden erwiesen. Häufig müssten die nachgepflanzten Bäume länger als die eigentlich üblichen drei Jahre intensiv betreut werden.

Konfrontiert mit klimatischen Veränderungen müsse man „das gesamte Grün umdenken und zukunftsweisend gestalten“, so Bindert. Dies gehe „über Bäume und Wiesen weit hinaus“. Akzente werde die Stadt auch in der Bestattungskultur setzen: Dazu wird im Friedhof ein Memoriam-Garten angelegt.

Grünen-Ortsbeirat Claus Guntrum lobte die Ersatzpflanzungen am Ginsterweg sowie zwischen Maudacher Straße und Friedhof als „echten Genuss“. Markus Lemberger (SPD) wünschte sich im Sinne der Bürger mehr Transparenz dahingehend, wann welche Flächen gepflegt werden.

Mit Barbara Bechtold stellte sich die neue Leiterin der Abteilung Grünconsulting vor, die Binderts bisherige Funktion übernimmt. Vor dem Kiosk in der Kärntner Straße wurden die Gehwegplatten ausgebessert, das Toilettenhäuschen an der Haltestelle Niederfeld soll noch dieses Jahr ausgetauscht werden.

Auch auf die Arbeit des Ortsvorstehers in der Gartenstadt hat die Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen, verdeutlichte Andreas Rennig (SPD). Der Kontakt zum Bürger ist derzeit ausschließlich über Telefon und E-Mail möglich, was bedauerlich sei. Ehrungen von Alters- und Ehejubilaren, die aktuell über den Postweg stattfinden, sollten daher sobald wie möglich wieder „Auge in Auge“ erfolgen. 

Zum Thema