Ludwigshafen

Friesenheim Ortsbeirat begrüßt drei neue Standorte / Ärger über wilden Müll

Mehr Stationen für Mieträder

Archivartikel

Ludwigshafen.Das Mietfahrradsystem „VRNextbike“ soll ausgebaut werden. Geplant sind 26 neue Stationen mit 130 weiteren Mieträdern in fünf Stadtteilen, davon drei in Friesenheim: in der Rheinfeldstraße (Ecke Brunckstraße), am Ebertpark (vor dem Eingang) und auf dem Otto-Buckel-Platz, berichtete Beate Roesner von der Stadtplanung im Ortsbeirat. Dort seien geeignete Flächen für Stationen vorhanden, ausreichende Frequenz und Anbindung an den Nahverkehr gegeben. Aktuell gibt es im Stadtgebiet 19 Stationen mit 125 Mieträdern. Den Ausbau und Betrieb für weitere fünf Jahre hatte der Bau- und Grundstücksausschuss im Mai beschlossen – mit Investitionen von 550 000 Euro.

Der generelle Ausbau wurde im Ortsbeirat einhellig begrüßt, bei den Standorten gab es allerdings Vorbehalte. So müsse außerhalb von Corona-Zeiten auf dem Otto-Buckel-Platz die Kerwe mit bedacht werden, warnte Reinhard Herzog (CDU). Das Festzelt benötige Platz. In diesem Fall könne für die Dauer der Kerwe die Station ohne viel Aufwand abgebaut werden, so Roesner.

Abgesprochen werden müsse auch der genaue Standort auf der Verkehrsinsel am Ebertpark. Dort soll ein neues Entré mit freien Sichtachsen entstehen. Genau dort etwas Neues hinzustellen, wäre „kontraproduktiv“, meint Thorsten Ralle (CDU). Hier müsse die Verwaltung die Planungen intern abstimmen.

Für Ärger bei den Anwohnern sorgt wilder Müll rund um den Penny-Markt in der Hagellochstraße. „Einige Kunden werfen ihren Abfall in den Baustellenbereich der Linie 10 – und wo etwas ist, kommt immer noch etwas dazu“, berichtet Anna Trauth (SPD). Dem sollte die Stadt durch die Aufstellung zusätzlicher und ausreichend großer Müllbehälter sowie stichprobenartiger Kontrollen entgegenwirken.

Dem städtischen Wirtschaftsbetrieb WBL sei die Lage vor Ort bekannt, so die Verwaltung. Es sei aber schwierig, den Bereich mit Müllfahrzeugen zu erreichen. Dafür sollen nun öfter Reinigungstrupps vorbei geschickt werden. Keine Infos hat die Stadt zum Girlassic Park in der Sternstraße. Verein und Vorstand seien seit Monaten nicht erreichbar – „und das nicht erst seit Corona“, so Ortsvorsteher Günther Henkel (SPD). 

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