Ludwigshafen

Ludwigsplatz Combo „Jazz in Spring“ eröffnet Konzertreihe „Musikalischer Mittag“

Melodien begleiten Matjesfilet

Ludwigshafen.„Wir lassen es lateinamerikanisch angehen, um die Sonne zu animieren, mehr zu scheinen“, versprach Vibraphonist Claus Kießelbach. Auf dem vom Verkehr umflossenen Ludwigsplatz unter den Platanen vor dem Europa Hotel eröffnete die Formation „Jazz in Spring“ die Saison des Musikalischen Mittags. Bis August werden auf dem Platz wieder einmal im Monat Jazz-Konzerte stattfinden – bei ausgewählten Speisen und Getränken. Es handelt sich um eine kulturelle Veranstaltungsreihe des Ludwigshafener Marketing-Vereins bei freiem Eintritt.

Gut vernetzt

Mit vier blauköpfigen Klöppeln, die fest zwischen seinen Fingern steckten, schlug Perkussionist Kießelbach auf sein Vibraphon ein, zum Beispiel bei der ersten Nummer „Softly as in a morning sunrise“ – passend zur Frühlingsluft unter blauem Himmel. Währenddessen genossen die Besucher an weiß gedeckten Tischen Pfannkuchen mit Spargel und Sauce Hollandaise sowie Matjesfilet mit Salzkartoffeln. Auf der musikalischen Speisekarte dagegen standen Nummern wie „Summertime“ von George Gershwin, „Corcovado“ von Antônio Carlos Jobim und der Klassiker „Autumn Leaves“, ein alter Jazz-Tune, wie Moderator Kießelbach informierte.

In den vergangenen Jahren war die Formation bereits öfter beim Musikalischen Mittag aufgetreten. „In wechselnden Besetzungen, manchmal auch mit Sängerin“, erinnerte sich der 46-jährige Kießelbach. Im Hintergrund bearbeitete mit wohldosierten Schlägen der Schlagzeuger Tobias Frohnhöfer seine Becken und Felle. Am Kontrabass zupfte Michael Herzer und an der Querflöte blies Günther Schmitz.

Alle Musiker des Quartetts unterrichten an der städtischen Musikschule. In der regionalen Musikszene – vor allem beim Jazz – sind die Künstler miteinander vernetzt, die Musiker stehen im Austausch, um sich gegenseitig zu inspirieren.

Auf dem Ludwigsplatz stimmte das rein instrumentale Ensemble mehrere Stücke an wie „Recorda Me“ von Joe Henderson und den vom Publikum jubelnd aufgenommenen Standard „Night & Day“ – verbunden mit einem nervösen Rhythmus am Schlagzeug von Frohnhöfer. Gelegentlich kamen Passanten vorbei und blieben stehen, um sich einige Minuten lang den Jazz-Auftritt anzuhören. Dabei spielte die Combo klangliche Trümpfe aus, etwa das Stück „On the sunny side of the street“. hfm