Ludwigshafen

Entsorgung Ausschuss billigt Gebührenerhöhung ab Januar

Müllabfuhr soll teurer werden

Ludwigshafen.„Es gibt nettere Weihnachtsgeschenke als Gebührenerhöhungen“, seufzte Friedrich Bauer (FDP). Auch die anderen Fraktionen waren nicht erfreut, stimmten aber am Freitag im Werksausschuss „schweren Herzens“ mit großer Mehrheit zu – mit Ausnahme der Linken. Vor allem wegen gestiegener Personalkosten will der Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) die Gebühren bei der Müllabfuhr ab Januar um neun Prozent erhöhen, um Verluste in den nächsten Jahren zu vermeiden. Nach dem klaren Ergebnis im Ausschuss ist der endgültige Beschluss am 9. Dezember im Stadtrat wohl nur noch Formsache.

„Bereits in diesem Jahr lagen die Kosten der Müllabfuhr höher als die Einnahmen“, erläuterte WBL-Geschäftsführer Peter Nebel die Lage. Der Verlust belaufe sich auf 858 000 Euro. Zuletzt hatte der WBL 2016 die Abfallgebühren um elf Prozent angehoben. Seitdem erhöhten sich die Kosten für den personalintensiven Bereich – wegen der Tarifanhebungen und der steigenden Einwohnerzahl, so Nebel.

Sorge bereiten der WBL-Spitze auch der hohe Krankenstand und die gefallenen Papierpreise auf dem Weltmarkt, weshalb die Erlöse gesunken sind. Wegen höherer Personalkosten sollen auch die Gebühren für die Straßenreinigung um elf Prozent angehoben werden – was der Ausschuss ebenfalls mit großer Mehrheit billigte.

„Der WBL sollte aber allgemein die Kostenseite verbessern“, forderte Roman Bertram (CDU). Es sei zu prüfen, ob ein Vollservice bei der Müllabfuhr aufrechterhalten werde, bei dem „die Männer die Abfallbehälter aus dem Keller holen.“ Günther Henkel (SPD) bezeichnete den hohen Krankenstand als schockierend. Auch hier müsse der Betrieb ansetzen. „Generell sollten Gebühren lieber langsam und stetig steigen als mit großen Sprüngen.“

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