Ludwigshafen

Ludwigsplatz Europa-Hotel wird zum „Tulip Inn“ / Neuer Betreiber lobt hervorragenden Zustand

Name wechselt, Konzept bleibt

Archivartikel

Ludwigshafen.Die Leuchtschrift „Europa“ ist abmontiert – stattdessen prangt über dem Eingang eine liegende Tulpe mit dem Schriftzug „Tulip Inn“. Der Übergang des 42 Jahre lang von der Eigentümerfamilie Ankele-Benke geführten Vier-Sterne-Hotels zum 1. August ist nun auch optisch vollzogen. (Wir berichteten mehrfach) Die „Louvre Hotels Group als neuer Betreiber betonte, dass sich an dem Konzept des Traditionshauses – einschließlich Veranstaltungen wie Jazz am ersten Freitag – nichts ändern soll.

Vier Wochen lang haben Bettina Ankele-Benke, ihr Mann Diethelm Benke und Sohn Sebastian die neuen Akteure eingearbeitet. Die Sprecher des in Dortmund ansässigen Fonds für Sachinvestments, „Dr. Peters Group“ , hoben hervor, dass sich die Immobilie dank kontinuierlicher Investitionen in einem hervorragenden Zustand befindet. Geschäftsführer Andreas Schütz sprach von „einem der besten Bestandshäuser, die wir übernommen haben“.

Langfristiger Pächter ist die in 54 Ländern agierende „Louvre Hotels Group“, zu der unterschiedlich ausgestattete Ketten mit bis zu fünf Sternen gehören. Weil das Haus von Übernachtungen bis hin zu Gastronomie und Events so ziemlich alles biete, habe sie sich für die Stelle als General Managerin beworben, verriet Laila Leonhard. Seit 21 Jahren ist die gebürtige Marokkanerin, die ihre Kindheit in Frankreich verbrachte, in der Branche tätig. Zuletzt hat sie das neu gebaute „Premiere Classe“ am Frankfurter Flughafen geleitet. Auf die Herausforderung am Ludwigsplatz freut sich die Mittvierzigerin. Vorerst pendelt sie aus Hessen. „Mein Mann und ich können uns aber einen Umzug vorstellen.“

Der 1. August bedeutet für das Traditionshaus eine Zäsur – aber nicht für alle. „Tulip Inn“ übernahm das gesamte Personal. „Ich bin froh, dass alle Mitarbeiter bleiben“, erklärte Laila Leonhard. „Theo‘s Bar und Restaurant“ soll es weiterhin geben – auch als Würdigung von Theo Ankele, der 1977 mit Frau Hella den unternehmerischen Mut hatte, das heruntergekommen Konkursobjekt zu kaufen und zu neuem Glanz zu verhelfen.

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