Ludwigshafen

Kinderbücherei Kulturausschuss vergibt Planungsleistungen an niederländisches Büro

Neuer „Wohlfühlort“ entsteht

Ludwigshafen.Nach der großen Stadtbibliothek ist nun die Kinderbücherei an der Reihe: Die Einrichtung im angrenzenden Bürgermeister-Reichert-Haus soll ein grundlegend neues Gesicht bekommen. Der Kulturausschuss billigte in seiner vergangenen Sitzung die Vergabe der Planungsleistungen zur Gestaltung der neuen Kinderbibliothek an das niederländische Architekturbüro Aat Vos. Die Planungskosten belaufen sich auf 76 825 Euro.

Aat Vos hat bereits einige ähnliche Projekte in Europa beraten, darunter in Oslo, Stavanger, Amstel, Kerkrade, Köln, Bonn oder Würzburg. „Die von Aat Vos gestalteten Bibliotheken erfreuen sich einer besonders hohen Akzeptanz sämtlicher Nutzerschichten“, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Sie würden als Vertreter einer Entwicklung zählen, die Bibliotheken als sogenannte „Dritte Orte“ etablieren möchte – also Lern- und Informationszentren mit hohem Bildungsangebot, digitaler Infrastruktur und bester Aufenthaltsqualität. „Ein Dritter Ort ist ein Wohlfühlort, der Geborgenheit bietet und Nähe, wo man sich aufhalten möchte und Kaffee trinken kann“, sagt Architekt Vos in einem Video, das im Kulturausschuss abgespielt wurde.

Vos und sein Team hatten sich eine Woche lang im ehemaligen Kinosaal des Bürgermeister-Reichert-Hauses einquartiert, um sich die räumlichen Gegebenheiten anzusehen und Bedarfe zu eruieren. Der ehemalige Kinosaal soll in die neue Kinderbücherei integriert und die Fläche der Einrichtung somit verdoppelt werden. Die Pläne sehen vor, dass die Bücherei 2021 auszieht, die Räume 2022 saniert werden und die Bibliothek im Frühjahr 2023 wieder einziehen kann.

Konzept kommt an

Die Reaktionen aus dem Gremium waren rundum positiv. „Das ist eine gute Entwicklung für die Stadt und die vielen Kinder“, sagte Eleonore Hefner (SPD). Das Bürgermeister-Reichert-Haus als älteste Kultureinrichtung der Stadt solle als besonderer Ort erhalten werden. Marion Schneid (CDU) sprach von einem „überzeugenden und mitreißenden“ Konzept, Raik Dreher (Grüne und Piraten) von einem guten Projekt. Bernhard Wadle-Rohe (Linke) freute sich, dass die Geschichte des Hauses in das Konzept integriert werden soll.

Zum Thema