Ludwigshafen

Friesenheim Arbeiten an Ausbau der Linie 10 laufen trotz Corona planmäßig

Neues Gleisdreieck nimmt sichtbar Gestalt an

Ludwigshafen.Ungeachtet des grassierenden Coronavirus gehen die Arbeiten am derzeit größten Nahverkehrsprojekt der Stadt, dem Ausbau der Linie 10 in Friesenheim, planmäßig weiter. „Im Moment gibt es keine Einschränkungen am Bauablauf“, sagte eine Sprecherin der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) am Montag auf Nachfrage dieser Redaktion. Im Bereich der Carl-Bosch- und Sternstraße wurde das erste Teil des neuen Gleisdreiecks bereits eingebaut. Zwei Drittel der Weichen und Kreuzungen sind verlegt. Anfang Mai werden die letzten Gleise installiert, erläuterte die RNV die Situation.

Jeweils 3,5 Tonnen wiegen die vier Weichen und zwei Gleiskreuzungen, die ein Schwerlastkran in den vergangenen Tagen an der Stern- und Carl-Bosch-Straße eingehoben hatte. Zudem wurden die noch fehlenden Gleisverbindungen in zwei der drei künftigen Fahrtrichtungen verlegt. In den nächsten Tagen werden die Gleise genau ausgerichtet und einbetoniert.

Danach ziehen Handwerker die Kabel für die elektrischen Anlagen zur Weichen- und Siganlsteuerung ein. Auch wenn danach die erste Asphaltschicht aufgetragen wird und es nach Fertigstellung aussieht, trügt der optische Eindruck: Weitere Arbeiten stehen noch an. Für die Anwohner bedeutet dies, dass das absolutes Parkverbot im Baufeld bestehen bleibt.

Parallel zu den Gleisarbeiten nehmen die Haltestellen in der Stern- und Carl-Bosch-Straße weiter Form an. Die Bushaltestelle und der Gehweg in der Sternstraße werden zusammen mit der derzeit gesperrten Fahrbahn in Richtung Brunckstraße in den kommenden Wochen erneuert, teilte das Verkehrsunternehmen mit.

Danach wird der Gehsteig inklusive der Bushaltestelle gepflastert. In dieser Zeit werden die Fußgänger über die frisch asphaltierte und gesperrte Straße geleitet.

Im Sommer soll die Großbaustelle in die Luitpoldstraße weiterziehen, hält die RNV am bisherigen Zeitplan fest. Bis dahin müssen noch die beiden letzten Weichen und eine Gleiskreuzung eingehoben und installiert werden. Das Aufstellen der Fahrleitungsmasten und der Einbau der Fahrleitungen folgen zum Schluss.

Der Austausch der Gleise in Alt-Friesenheim soll bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Die Erneuerung der Schienen sowie der barrierefreie Ausbau der Haltestellen auf dem 900 Meter langen Abschnitt kosten rund 14 Millionen Euro.

Zugleich werden die Versorgungsleitungen für Gas und Wasser ausgetauscht. Die RNV hatte erstmals einen solchen Auftrag von der Stadt übernommen.

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