Ludwigshafen

Oggersheim Sylvia Weiler (SPD) vereidigt / Gremium trifft Entscheidungen zu Wohnungsbau und Gewerbeflächen

Ortsvorsteherin startet in erste Amtszeit

Archivartikel

Ludwigshafen.In der Sitzung des Ortsbeirates in Oggersheim wurde Sylvia Weiler (SPD), die bei den Kommunalwahlen mit großer Mehrheit zur Ortsvorsteherin gewählt wurde, von Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) in ihrem Amt vereidigt. „Ab jetzt ist Frau Weiler Ehrenbeamtin“, sagte Steinruck und überreichte der neuen Chefin am Schillerplatz die Ernennungsurkunde. Von Vorgängerin Barbara Baur gab es den Schlüssel fürs Rathaus. „Ich möchte in meiner Amtszeit offen sein für die Anliegen der Bürger, denn mit dem Amt geht eine soziale Verpflichtung einher, man ist das Bindeglied zwischen Bürgern und Stadtvertretern. Ein realitätsbezogenes und bürgernahes Auftreten ist mir wichtig, und zu einer wirklichen Demokratie gehören auch Stil und eine gute Umgangsart“, so Weiler.

Stellvertreter gewählt

Auch die Wahlurne kam noch zweimal zum Einsatz, denn es wurden vor der Sitzung noch die stellvertretenden Ortsvorsteher gewählt: Wolfgang Jung (SPD) und Monika Kanzler (CDU). Nach den neuen Amtseinführungen ging es an ein Thema, das den Ortsbeirat seit langem beschäftigt, nämlich Bebauungspläne. Wohnungen sind ein knappes Gut und werden auch in Oggersheim dringend benötigt. Im Visier hat die Stadt den Abschnitt zwischen der Wormser Straße und dem Alten Frankenthaler Weg. „Das Problem sind die kleinteiligen Grundstücke und die hohe bauliche Dichte. Wenn es eine zusätzliche Nachverdichtung gibt, dann nach Plan und Regeln. Freiflächen müssen gesichert sein, 25 Prozent der Flächen sollen unversiegelt bleiben“, sagte Marlene Sawade von der Stadtplanung. Es sollen nur Wohnungen entstehen, keine Gewerbeflächen. Natürlich dürfen auch Parkplätze nicht fehlen, denn diese sind in Oggersheim besonders Mangelware: 1,5 Stellplätze pro Wohneinheit. Ähnlich sieht es aus mit dem Bebauungsplan Schloßgasse, wo drei neue Gebäude entstehen sollen.

Brachfläche soll genutzt werden

Komplizierter wird es mit dem Bebauungsplan östlich der Speyerer Straße, der bereits länger in der Diskussion ist. Hier soll auf einer Brachfläche zwischen der Rabensteinstraße und einem aufgegebenen Gärtnereibetrieb, auf den man baurechtlich keinen Einfluss hat, ein eingeschränktes Gewerbegebiet entstehen. Das heißt: Gewerbe ohne Lärm, Schmutz und große Lkw-Anlieferungen. „Die Wohnnutzung ist hier nicht möglich, deshalb das Gewerbegebiet. Aber auch Versammlungsstätten, Einzelhandel, Sportanlagen oder Tankstellen sind ausgeschlossen“, meinte Stadtbauplaner Hanno Babelotzky. Zulässig sind zum Beispiel kleine Handwerksbetriebe oder Garagen für die Anwohner. Der Ortsbeirat stimmte den drei Bebauungsplänen zu.

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