Ludwigshafen

Stadtteil Süd Rund 70 Anwohner bei Informationsveranstaltung / Verwaltung berichtet über bevorzugte Nutzung der Brachfläche

Parkinsel-Pläne bewegen Bürger

Archivartikel

Ludwigshafen.Die Parkinsel soll weiterhin als urbanes Gebiet ausgebaut werden. Bereits seit vier Jahren liegt hierzu ein Bebauungsplan für eine „wohnbauliche, gemischte Nutzung in Anlehnung an die Baustrukturen des Neubaugebietes nördlich der Schwanthaler Allee“ vor. Der südliche Teil soll quasi spiegelgleich zum nördlichen errichtet, der typische Parkinsel-Charakter dadurch fortgesetzt werden. Um über das Thema genauer zu informieren, lud die Verwaltung jetzt zu einer Anwohner-Fragestunde ein.

Das Interesse war groß, etwa 70 Bürger kamen ins Vereinsheim des TFC Ludwigshafen. Im Vorfeld war es zu Interessenskonflikten zwischen Stadt und Hafenbetrieben gekommen, wie die Neubebauung aussehen sollte. „Die Verwaltung ist im Gespräch mit den Hafenbetrieben und dem Land Rheinland-Pfalz, dem die Fläche gehört. Die Zielsetzung ist es, einen Kompromiss mit den Hafenbetrieben zu finden, da möglichst viel Wohnfläche entstehen soll“, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD).

Nachdem 2013 die dort befindliche Lagerhalle eines Logistik-Dienstleisters abgebrannt war, wurden Pläne gemacht, wie die Fläche genutzt werden könnte. „In Diskussion war, den Standort für das neue Polizeipräsidium oder die Pfalzwerke zu nutzen, doch es gab eine Bürgerinitiative gegen große Verwaltungsgebäude. Nun sind beide Projekte woanders untergebracht“, so Baudezernent Klaus Dillinger (CDU). „Das Ideal ist die Fortsetzung der Bebauung, wie sie bereits im nördlichen Teil besteht, gleichzeitig soll die Nutzung des Kaiserwörthhafens und des Mundenheimer Altrheinhafens gewährleistet sein.“

Bis ins Detail ausgearbeitet sind die Pläne noch nicht, doch es steht fest, dass es sich bei dem Teil der Gebäude, die gewerblich genutzt werden sollen, lediglich um kleinere Büros handeln soll. Hallen und Produktionsbetriebe sind nicht vorgesehen, somit soll Lärm vermieden werden. Hoch hinaus wird ebenfalls nicht gebaut, die Häuser sollen höchstens vier Geschosse haben. „Die Gleisanlagen möchte die Hafenverwaltung erhalten, daher existieren zwei Versionen des Plans. Das urbane Gebiet funktioniert bei beiden Varianten“, meinte Dillinger.

Am 17. September muss der Stadtrat die Pläne beschließen, sodass sie im Sommer nächsten Jahres rechtskräftig werden. Die Bürger fragten zum Beispiel, ob es im Neubaugebiet Einrichtungen für ältere Menschen geben wird, wie beispielsweise betreutes Wohnen. Auch die Frage nach günstigen Wohnungen für junge Familien kam auf. Steinruck schloss diese Dinge für die Zukunft nicht aus: „Wir sind zurzeit in einer Planung, die vorsieht, dass nicht wieder eine Halle errichtet wird. Dies muss vom Stadtrat beschlossen werden, bevor wir über Einzelheiten sprechen.“