Ludwigshafen

Kirche „Dei Gloriam“-Preis erstmals verliehen – an Erich Ramstetter und zwei Berater

Pesch-Haus ehrt seinen „Papa“

Ludwigshafen.Es will damit „Menschen ehren, die sich in außergewöhnlicher Weise um die Ziele des Hauses verdient gemacht haben“, so Direktor Johann Spermann SJ: Erstmals hat das Heinrich-Pesch-Haus in diesem Jahr den „Dei Gloriam“-Preis verliehen. An erster Stelle wurde bewusst ein Mann geehrt, der der katholischen Bildungseinrichtung seit fast 50 Jahren verbunden ist – Ehrenbürger Erich Ramstetter (Bild), bis zur Pensionierung 1998 Dekan von Ludwigshafen.

1974 siedelte das nach dem Zweiten Weltkrieg in zwei Mannheimer Kellerräumen gegründete, dann lange in einer Villa in der Oststadt untergebrachte Institut der Jesuiten nach Ludwigshafen über. Schon bei der Grundstückssuche habe Ramstetter geholfen und seither sei er dem Haus fest verbunden, dankten ihm Spermann und die stellvertretende Direktorin Ulrike Gentner. „Wenn unser Haus einen Papa hätte, dann wärst Du das“, bekundete Spermann großen Respekt und Dankbarkeit.

Es sah „zappenduster“ aus

Der Name des Preises leitet sich von Ignatius von Loyola ab, dem Begründer des Jesuitenordens: Er handelte nach dem Prinzip „Ad Majorem Dei Gloriam“ (Zur größeren Ehre Gottes). Der jährliche, besinnliche Abend „Geschichten bei Kerzenschein“ mit Geschichtenerzähler Thomas Hoffmeister-Höfener bot den stilvollen Rahmen für die besondere Auszeichnung.

Neben der Ehre für langjährige, strukturelle Förderer gibt es eine zweite Kategorie – die der aktuellen Unterstützung. Sie wurde an Michael Böhmer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater der RTG Revisions- und Treuhand GmbH Dr. Böhmer und Partner in Ludwigshafen, sowie an Georg Kraus, Geschäftsführer der Kraus & Partner Unternehmensberatung Bruchsal, verliehen.

„Mit unglaublichem Engagement und großer Kompetenz haben sie uns seit 2009 geholfen, die Neuausrichtung des Hauses auf einen wirtschaftlich soliden Weg zu bringen“, dankte Ulrike Gentner. Sie seien „gute Freunde“ geworden. „Ohne Euch gäbe es das Heinrich Pesch Haus nicht mehr, denn vor etwa zehn Jahren sah es zappenduster aus“, gestand Johann Spermann.

Die beiden Fachleute hatten ein neues Finanzkonzept erarbeitet, die 2013 durch eine Großspende des Jesuitenordens mögliche Gründung der Heinrich-Pesch-Stiftung fachkundig begleitet und die Planung eines Wohngebiets auf kirchlichen Grundstücken beim Pesch-Haus vorangetrieben. (Bild: Tröster)