Ludwigshafen

Rheingönheim Ortsbeirat erörtert Nahverkehrskonzept

Plan zur Verlängerung der Straßenbahnlinie begrüßt

Archivartikel

Ludwigshafen.Bei der Ortsbeiratssitzung Rheingönheim wurde die Fortschreibung des Nahverkehrsplans vorgestellt. Dieser beinhaltet Maßnahmen, die für die nächsten fünf bis zehn Jahre vorgesehen sind. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem öffentlichen Nahverkehr – der Plan beinhaltet aber auch Car-Sharing- oder Park-and-Ride-Angebote. „Am meisten benutzt wird die Straßenbahn. Selbst die mäßig besetzte Linie 10 hat mehr Fahrgäste als die stärkste Buslinie 74“, sagte Verkehrsplaner Thomas Lappe von der Stadt.

„Würde Stadtteil voranbringen“

Im Plan ist eine Verlängerung der Stadtbahn nach Neuhofen vorgesehen. Beim Ortsbeirat wurde diese Verbindung begrüßt, jedoch auch angemerkt, dass es Beschwerden von Anwohnern geben könnte, die an der Trasse leben. „Alle Interessen kann man nicht berücksichtigen. Mit der Bahnlinie würde man den Stadtteil voranbringen und den Verkehr zugunsten der Umwelt entlasten“, sagte Stefan Röth (SPD). Weiter sieht der Plan vor, die Park-and-Ride-Kapazitäten an S-Bahnhof, Giulini und Endstelle zu erweitern, Expresslinien nach Mannheim und Friesenheim einzuführen und den Wildpark mit der Buslinie 75 sonntags im Stundentakt anzubinden. Zudem sollen die Bus-Endstelle und die Haltestelle „Am Sandloch“ ausgebaut werden.

Ein weiteres Thema der Sitzung waren Baumfällungen im Baugebiet Neubruch. Die Fällungen erfolgten, da die Bäume Schäden aufwiesen. „Es handelte sich um Baumarten, die als Begleitgrün nicht robust genug waren“, so Wißmann. Für Nachpflanzungen wird das komplette Stadtgebiet mit einbezogen. Für einen Baum, der in Rheingönheim gefällt wird, könnte also im Hemshof einer nachgepflanzt werden.

Auch um die Wasserqualität in Rheingönheim sorgt sich das Gremium. Die SPD richtete eine Anfrage an den Gewässerzweckverband, ob infolge des Baus der Südspange eine Verschlechterung der Wasserqualität zu erwarten sei. Laut Verband sei dies nicht der Fall, da selbst im Fall eines Hochwassers die Qualität vom Einzugsgebiet beeinflusst sei, nicht vom fließenden Gewässer.