Ludwigshafen

Hochstraße Süd Bau- und Grundstücksausschuss bewilligt 5,7 Millionen Euro

Planungsgelder aufgestockt

Ludwigshafen.Vor dem Abriss der Hochstraße Nord muss die Hochstraße Süd saniert werden. Aufgrund der schwierigen Aufgabe steigen die Planungskosten und auch die Baukosten. Der Bau- und Grundstücksausschuss bewilligte mit großer Mehrheit die Aufstockung der Ingenieurhonorare auf rund 5,7 Millionen Euro – auf Basis „fiktiver Kosten“. Die im April im Stadtrat vorgestellte „Galerielösung“ muss voraussichtlich in vier Abschnitte aufgeteilt werden. Aufgrund der Komplexität der Rahmenbauwerke Berliner Straße, Mundenheimer Straße und der Auffahrt der Straßenbahn zur Konrad-Adenauer-Brücke müssen mindestens diese separat betrachtet und abgerechnet werden, heißt es in der Beschlussvorlage.

Das ergibt Kosten in Höhe von 57 Millionen Euro als Berechnungsgrundlage der Honorare. Wie viel die Sanierung tatsächlich kosten wird, bleibt aber unklar, so Dezernent Klaus Dillinger (CDU). Der Ausschuss stimmte dem Antrag bei drei Gegenstimmen zu. „Ich bin mit dem Galeriebauwerk ganz und gar nicht einverstanden“, meinte Hans-Uwe Daumann (Grüne). Auch Andreas Hofmeister (LKR) zweifelt an der Alternativlosigkeit und würde die „Bausünde“ gerne verhindert sehen. Kritik gab es auch von der FDP: „Der Begriff Galerie ist angesichts der Häßlichkeit des Bauwerks noch viel zu schön“, meinte Thomas Schell.

„Da geht kein Weg dran vorbei“, widersprach Udo Scheuermann (SPD). Wichtig sei es nur, die Öffentlichkeit einzubeziehen. „Wir hätten lieber eine fundierte Kostenschätzung“, sagte Peter Uebel (CDU). Es bleibe spannend, wie die weitere Planung aussieht. Bei den Baukosten sei man auf finanzielle Unterstützung von Bund und Land angewiesen. „Hätten wir Zeit und Geld, könnten wir schauen, aber wir haben weder das eine noch das andere“, erklärte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD).

Im Gegenteil sei Eile geboten, denn die Hochstraße Süd muss fertig sein, bevor die kritische Phase bei der Hochstraße Nord beginne. Verschiedene Alternativen seien geprüft worden, aber machbar sei nur eine Lösung ohne Sperrung – und da sei man alternativlos. Bei den Kosten seien Bund und Land gefordert. Immerhin sei die Straße eine wichtige Verbindung für Pendler aus der ganzen Region. Über die Planungskosten hinaus könne sich die Stadt ohnehin nichts leisten.