Ludwigshafen

Prinzregententheater Premiere „Ich hasse dich – heirate mich“

Probleme einer Tanzlehrerin in Zeiten von Corona

Archivartikel

Ludwigshafen.Maskenpflicht im Foyer und bis zum Erreichen des Sitzplatzes. In den Logen Familien und Gruppen, im Parkettbereich Paare, immer zwei Sitze nebeneinander, ein kleiner Holztisch zwecks Abstand zu den Nachbarn. Insgesamt sind mehr Sitzplätze gesperrt als frei, auch von den verkauften sind nicht alle besetzt. Manche haben krankheitsbedingt abgesagt, andere sind nicht gekommen, vielleicht aus Angst vor einer Ansteckung. An einen Theaterbesuch zu Corona-Zeiten muss man sich erst einmal gewöhnen. So wenige Zuschauer wie zur Premiere von „Ich hasse dich – heirate mich“ hat das Prinzregententheater nur selten erlebt.

Die letzten Vorstellungen vor dem Lockdown waren restlos ausverkauft. Nach monatelanger Zwangspause ist das Ensemble um Bernhard Dropmann froh, überhaupt wieder spielen zu dürfen. Für den Neustart hat der Regisseur das richtige Stück gefunden, die Komödie von Florian Battermann und Jan Bodinus hat die gegenwärtige Corona-Pandemie zum Hintergrund.

Der Lockdown hat Folgen für die junge Tanzlehrerin Kerstin (Cynthia Popa). Ihren Beruf kann sie nur per Online-Coaching ausüben – eine schwierige Situation, in der auch noch ihr Freund mit ihr Schluss macht. Sie ist davon überzeugt, dass eine Beziehung nur dann eine reelle Chance hat, wenn man sich von Anfang an nicht ausstehen kann.

„Das war erfrischend lustig“

Praktischerweise kann Kerstin ihre eigenwillige Theorie gleich an ihrem neuen Nachbarn Felix (Josh Juhn) erproben. So beginnt ein Pointen reicher Schlagabtausch zweier Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Hinzu kommt die vorwitzige Nachbarin (Astrid Conrad-Mayer), deren Neugier nur noch von ihrer Tratscherei übertroffen wird.

Die Besucher erwartet eine Hass-Liebe mit beschwingter Tanzmusik und Steppdance-Einlagen. Die Premieren-Zuschauer waren begeistert: „Das war erfrischend lustig“, meinte Joachim Schnepf nach der Premiere. „Super gespielt, schön getanzt – was will man mehr.“ 

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