Ludwigshafen

Posttunnel Hochschule fordert Brücken-Lösung

„Quälenden Prozess beenden“

Archivartikel

Ludwigshafen.Eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke zum Hauptbahnhof als Alternative zur Öffnung des Posttunnels findet immer mehr Befürworter. Die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft begrüßt die Initiative des Beigeordneten Alexander Thewalt als neue Chance für die dringend nötige Anbindung der Bildungs- und Technologiemeile an den Bahnhof und die Innenstadt. „Wir sollten uns aus dem Kreis der Tagträumer verabschieden und mit Blick auf das Schneckentempo bei der Prüfung zur Öffnung des Posttunnels eingestehen, dass das Ganze beerdigt oder eine Alternative gefunden werden sollte“, betont Hochschulpräsident Peter Mudra, der den „quälenden Prozess“ seit zehn Jahren beenden möchte. Die Fußgänger- und Fahrradbrücke sollte zeitnah geprüft werden. Mudra verwies darauf, dass am Hochschulcampus ab 2023 mehr als 5000 Studierende und Mitarbeiter tätig seien. Daher spiele die Anbindung an die Bahn und an die Radwege eine große Rolle im Nahverkehrskonzept.

Grünes Forum: Lange Umsetzung

Auch die Fraktion Grünes Forum und Piraten begrüßt die Brücke als realistische Alternative zur unendlichen Geschichte des Posttunnels. „Beim Tunnel wäre nicht genug Platz für Fußgänger und Radfahrer. Zudem würden die Kosten aus dem Ruder laufen. Das Projekt Posttunnel ist tot. Insofern macht die Brücke durchaus Sinn“, sagt Fraktionschef Raik Dreher. Er rechnet aber nicht mit einer schnellen Realisierung. Wer auf eine rasche Umsetzung der Pläne hoffe, sei nicht von dieser Welt. „Allein die Planungsphase dauert wohl mehrere Jahre, so dass wir uns vielleicht am Ende dieses Jahrzehnts über die neue Brücke freuen können.“ 

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