Ludwigshafen

Posttunnel-Alternative Projekt wichtig für Gartenstadt

Radbrücke laut SPD ein „Muss“

Archivartikel

Ludwigshafen.Um die Infrastruktur und die Anbindung der Gartenstadt an die Innenstadt zu verbessern, wäre eine Brücke zwischen Ernst-Boehe-Straße und Hauptbahnhof über die Gleise ein sinnvolles Projekt. Dieser Ansicht sind der Ortsvorsteher Andreas Rennig (SPD) und der SPD-Stadtrat Markus Lemberger. „Aus Sicht der Gartenstadt ist die Radbrücke, eine Idee des neuen Baudezernenten Alexander Thewalt, ein Muss“, erklären sie in einer Mitteilung. „Ein Blick auf den Stadtplan zeigt: Der Hauptbahnhof ist ein sperriger Riegel, der die Innenstadt und die westlichen Stadtteile trennt. Während man mit dem Auto auf kurzem Weg über die Hochstraßen in die City kommt, müssen Radfahrer um das breite Gleiskonglomerat herum fahren“, begründet Lemberger. Eine Radbrücke wäre für die 16 000 Einwohner der Gartenstadt eine große Erleichterung.

Eine Verbesserung beim Radwegnetz sei auch deshalb wichtig, weil in den vergangenen Jahren bei den Verbesserungen im ÖPNV nahezu alle Stadtteile profitiert hätten, außer der Gartenstadt und Maudach, so Rennig.

Linke befürchtet hohe Kosten

Die Linksfraktion spricht sich gegen eine voreilige Planung einer Brücke als Alternative zur Öffnung des Posttunnels aus. Die bisherigen Erfahrungen hätten bewiesen, dass die Bau- und Instandhaltungskosten von Brücken eine unzumutbare Zusatzverschuldung der Stadt in Höhe weiterer Millionen Euro auf Kredit bedeuten. „Das Geld sollte man besser für die Erneuerung und Verbesserung bestehender Radwege nutzen“, so Bernhard Wadle-Rohe. Die seit Jahren verschleppte Tunnellösung solle die Stadt auf dem Gerichtsweg mit ihren hauseigenen Juristen erkämpfen. Zudem sollten die Planungen für den Radschnellweg Heidelberg – Mannheim – Schifferstadt – Speyer forciert werden.

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