Ludwigshafen

Oppau Bürgervertreter beschäftigen sich mit Sicherheitsfrage / Sorgen um Belastung des Neubaugebietes

Radfahrer am Kreisel gut sichtbar

Archivartikel

Ludwigshafen.Neben der Mitteilung der BASF, den Warenverkehr ab 2022 nördlich der Kläranlage abzuwickeln (wir berichteten), gab es im Ortschaftsrat weitere Themen, die die Bürger in Oppau beschäftigen.

Von den Freien Wählern kam die Anfrage, ob das Bebauungsgebiet „Im Zinkig“ von der Seveso III Richtlinie betroffen ist. Nach der Störfallbroschüre der Stadt Ludwigshafen liegen im Orstbezirk Oppau mehrere Störfallbetriebe, die Seveso III Richtlinie legt einen Mindestabstand zwischen den Industriebetrieben und den Wohngebieten fest, der sich nach der Gefahrenklasse der im Betrieb verarbeiteten Stoffe richtet und bis zu 2,2 Kilometer reichen kann, wie Ursula Klopp vom Umweltamt der Stadt erläuterte. Sie zeigte an Karten die Auswirkungen für Ludwigshafen auf.

Das neue Bebbauungsbiet „Im Zinkig“ liegt aber weit entfernt von den Produktionsstätten, so dass die Seveso III Richtlinie hier keine Anwendung findet. Auf Nachfrage, ob denn die Eisenbahnlinie in die BASF, mit der der Bahnverkehr in und aus dem Werk größtenteils abgewickelt wird und die direkt an dem Baugebiet vorbei führt, Auswirkungen auf die Richtlinie habe, konnte Kopp verneinen: Die Richtlinie bezieht sich nur auf Produktionsstätten, nicht aber auf den Warenverkehr. Der REWE-Kreisel war einmal mehr Gegenstand der Beratungen im Ortsbeirat, die SPD-Fraktion stellte den Antrag zur Optimierung der Verkehrssicherheit für Radfahrer. Nach der Ortsbesichtigung am 23. Januar wurde festgestellt, dass die Beschilderung für die Autofahrer und die Hinweise auf der Fahrbahn auf Querung eines Radweges ausreichend und gut sichtbar sind. Auch wurde seitens des REWE-Marktes die Hecke am Zaun zurück geschnitten, so dass die Autofahrer ein weiteres Sichtfeld haben, um Radfahrer frühzeitiger zu erkennen. Handlungsbedarf sah die Verwaltung daher nicht, auch wenn es weiterhin zu gefährlichen Begegnungen dort kommt.

Die CDU beschwerte sich über mangelnde Infos zum geplanten Radweg entlang der Langgartenstraße: Die Bürger diskutieren bereits über Details, die dem Ortsbeirat noch gar nicht vorliegen. Beate Rösner vom Verkehrsdezernat der Stadt berichtet zu dem Stand und den verschiedenen Varianten, die derzeit noch auf Machbarkeit geprüft werden. Hauptproblem ist der sehr enge Bereich entlang des Bades. Sie stellte ein Pilotprojekt vor, in dem sich die beiden Radexperten Dawid Wiliams und Manfred Lauer ehrenamtlich um das Projekt kümmern und als zusätzlicher Service zwischen Bürger und Verwaltung vermitteln.

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