Ludwigshafen

Ordnung Pilotprojekt der Stadt gegen Parksünder läuft noch bis Ende Februar

Radkrallen bislang 64 Mal im Einsatz

Ludwigshafen.Ordnungswidrigkeiten um ruhenden Verkehr konsequenter sanktionieren und Bußgelder schneller eintreiben – mit diesem Ziel geht die Stadt Ludwigshafen seit sechs Monaten mit Radkrallen gegen Parksünder vor. Bislang seien die Blockaden in 64 Fällen zum Einsatz gekommen, wie ein Rathaussprecher auf Anfrage dieser Zeitung mitteilt. „Von Anfang August bis Ende Dezember 2018 hat die Verkehrsüberwachung des Bereichs Straßenverkehr 50 Krallen an Fahrzeugen angebracht“, erklärt er. In diesen Fällen seien Verwarnungsgelder und Verwaltungsgebühren in Höhe von insgesamt 6700 Euro erhoben worden. Dabei machten die Kosten im Zusammenhang mit den Radkrallen von 5334 Euro im Vergleich zu 1410 Euro aus Verwarnungen den deutlich größeren Anteil aus. Im Jahr 2019 kamen die Wegfahrsperren bislang 14 Mal zum Einsatz.

Testphase seit August

„Die Pilotphase des Projekts endet Ende Februar“, berichtet der Sprecher. Anschließend will der Bereich Straßenverkehr eine Auswertung vornehmen und über den weiteren Einsatz der Radkrallen in Zukunft entscheiden.

Die Parkkrallen kommen seit Anfang August vergangenen Jahres bei Verstößen wie stark überzogener Parkdauer bei mit Parkscheibe bewirtschafteten Stellplätzen oder bei Ordnungswidrigkeiten von Fahrzeugen mit ausländischer Zulassung zum Einsatz. In solchen Fällen sei es schwierig, Bußgelder einzutreiben, so die Begründung der Verwaltung. Generell erreiche die bisherige Vorgehensweise der Verkehrsüberwachung nicht immer das gewünschte Ziel.

Ist eine Radkralle am Auto angebracht, weist zusätzlich ein Aufkleber am Fahrzeug den Halter darauf hin. Auf diesem steht die Telefonnummer, bei der sich Betroffene melden können, damit die Kralle gegen Zahlung des fälligen Bußgelds entfernt wird. jei