Ludwigshafen

Wohnungsbau GAG errichtet siebengeschossiges Gebäude

Schlussstein der Westendsiedlung

Archivartikel

An der Ecke Heinigstraße und Benckiserstraße im Westend tut sich etwas. Das ehemalige brachliegende Gelände ist mit einem Bauzaun umgeben, die Pläne für ein siebengeschossiges Gebäude sind abgeschlossen, die Bagger bestellt. Nun fand auch der rituelle Spatenstich der Beteiligten in einer kleinen Feier statt.

„Hier im Westend sind die Keimzellen der GAG“, sagte Wolfgang van Vliet, Vorstand der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Ludwigshafen. Das stadteigene Unternehmen feiert im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag, mit der Westend-Siedlung sei schon damals im Gegensatz zur Christian-Weiß-Siedlung sozialer Wohnungsbau verwirklicht worden, so van Vliet.

Mitten in der Stadt

Die Gebäudestrukturen entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, ab 1950, als die Wohnungsnot groß war. Bis ins Jahr 2010 wurde gebaut, nun ist der Abschluss in Sicht. „Wir freuen uns sehr, mit dem Neubau den Schlussstein der Westendsiedlung setzen zu können“, so van Vliet.

Da sich die Baustelle mitten in der Stadt, an vielbefahrenen Straßen befindet, wird die Bauzeit für alle Beteiligten, inklusive Anwohner anstrengend werden. Dafür bekommen die Stadt und ihre Bürger ein Wohngebäude mit Büroräumen im ersten Obergeschoss, 17 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten. Für die angrenzende städtische Kita „Heinigstraße“ werden ein Besprechungsraum und ein Bewegungsraum entstehen, die Anbindung an die bestehende Kita erfolgt auf komfortable Weise innerhalb des Gebäudes. Zwei Wohnungen im zweiten Obergeschoss werden barrierefrei ausgestattet und sind mit Rollstuhl nutzbar. In der Tiefgarage wird es acht Stellplätze geben, einer davon für Behinderte. Es wird Wohnungen von zwei bis vier Zimmern geben bei einem Mietpreis von 8,90 Euro pro Quadratmeter.

6,7 Millionen Euro investiert

Schon Ende 2021 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Die GAG investiert 6,7 Millionen Euro. Ausführende Baufirma ist die LUMA Haus GmbH. „Wir brauchen Wohnungen in allen Preissegmenten. Um eine Ghettoisierung zu vermeiden, mischt man die Segmente“, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD), die auch Aufsichtsratsvorsitzende der GAG ist. „Das Haus wird wegen der Hochstraße eine andere Umgebung haben als heute. Die Innenstadt wird ein neues Gesicht bekommen. Viele Ballungsräume wachsen, aber auch die Menschen, die hier bereits leben, sollen Wohnungen zur Verfügung haben.“ Das Gebäude wird sich im Einzugsgebiet der Baustelle befinden, die wegen des Rückbaus der Hochstraße Nord entstehen wird. Erst wenn alle Baustellen abgeschlossen sind, wird das neue Stadtbild erkennbar sein.

„Wir sind froh, dass die GAG in der Innenstadt präsent ist, denn wir brauchen hier ganz dringend neue Wohnungen“, ergänzte Christoph Heller, Ortsvorsteher der Südlichen Innenstadt. Im Anschluss an die Ansprachen und Grußworte griffen Auftraggeber und Bauherren zum Spaten und eröffneten die Baustelle offiziell.

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