Ludwigshafen

Freizeit 2300 Teilnehmerinnen gehen beim Frauenlauf auf die 6,5 Kilometer lange Tour / Fabienne Amrhein gewinnt

„Schönste Strecke der Stadt“

Archivartikel

Ludwigshafen.Beim Startschuss von Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck lassen die Läuferinnen ihre pinkfarbenen Ballons fliegen, die zu Hunderten in den blauen Himmel aufsteigen. Der Frauenlauf über eine Strecke von 6,5 Kilometern ist zwar erst vier Jahre alt, zieht aber auch Läuferinnen aus Berlin und Karlsruhe an. „Mir gefällt die Stimmung hier“, sagt die Studentin Jeaninne Belizaire: „Der Countdown wird gemeinsam runtergezählt. Die Strecke über die Rheinpromenade und die Parkinsel ist die schönste in der Stadt.“

„Überall stehen Besucher, die uns angefeuert haben“, erzählt Ulla Kuss aus Bensheim: „Der Lauf ist sehr gut organisiert. Die Strecke ist abgesperrt, sogar auf der Parkinsel.“

Das Spektakel ist mehr Sommerfest als Wettkampf. Im Vordergrund stehen der Spaß am Sport und das Gemeinschaftserlebnis, erklärt Jessica Herbert von der Sporteventagentur M3. Viele nehmen auch aus Neugier teil. Hinter der Ziellinie schenkt der Veranstalter Sekt aus und stellt ein Buffet bereit. Das hebt wie das Laufen die Stimmung.

Deutsche Marathon-Meisterin

Mit einer Zeit von 23:18 Minuten erreicht die 25-jährige deutsche Marathonmeisterin Fabienne Amrhein aus Wiesloch als Erste das Ziel. „Es macht Spaß, in diesem Rahmen zu laufen“, erzählt sie. Amrhein trainiert in der Woche insgesamt rund 20 Stunden in bis zu 35 Kilometer langen Trainingseinheiten. Seitdem das Hobby zum Berufssport wurde und sie sich Olympia als Ziel gesetzt hat, kann sie sich ihr Studium damit finanzieren und ihren Master-Abschluss in Molekularer Biotechnologie zeitlich etwas strecken. „Mit fünf Jahren habe ich mit Leichtathletik begonnen. Die Kleinsten werden im Mehrkampf trainiert. Schon damals war schnell klar, dass ich eine Läuferin bin“, erzählt Amrhein.

„Ich lief schon einmal bei einem Marathon dicht hinter Fabienne“, erzählt die 24 Jahre alte Mannheimer Wirtschaftsinformatik-Studentin Eirini Tsoupaki, die mit einer Zeit von 23:55 als Zweite ankommt. Sie läuft für Griechenland internationale Lang- und Mittelstreckenwettkämpfe. Hochleistungssport sei extrem anstrengend, räumt Tsoupaki ein. Aber wenn man jeden Tag trainiere, mache man das sicher nicht ohne Spaß. „Ich wollte unter die ersten Fünf kommen“, sagt die drittplatziere Freiburgerin Laura Pauli. Die 28-jährige gebürtige Ludwigshafenerin trainiert nur noch für sich und aus Spaß am Laufsport.

Die Strecke konnte auch in einer Vierer-Staffel gelaufen werden. Als bestes Viererteam setzen sich die Lauffreundinnen mit einer Gesamtzeit von 2:04:15 durch. Siegerin auf der 3,5 Kilometer langen Walkingstrecke wurde Petra Schill.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/ludwigshafen

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