Ludwigshafen

Kultur Theodor-Heuss-Gymnasium führt unter der Leitung der Musiklehrer Tobias Altvater und Kai Schreiber Mozarts Requiem auf

Schüler bereiten klangvolles Konzertereignis

Archivartikel

Einer gewaltigen Herausforderung haben sich die Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums gestellt – und einen gewaltigen Erfolg erzielt: Mozarts Requiem in d-moll, das Chor, Vororchester und Orchester der Schule zusammen mit vier Vokalsolisten in der Kirche St. Sebastian aufführen, gerät zu einem furiosen Konzertereignis. Der Abend unter Leitung der Musiklehrer Tobias Altvater und Kai Schreiber setzt zugleich den Schlussakt unter drei Auftritte, die im Gymnasium und der Mundenheimer Kirche stattgefunden haben.

„Requiem aeternam donar eis Domine: et lux perpetua luceat eis“ – „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen“, hebt der Chor mit klangvoller Erhabenheit an, eingeläutet durch das sensible Spiel der Holzbläser und Streicher und die dramatischen Verlautbarungen der Posaunen. Eingangs dirigiert Tobias Altvater, zum „Offertorium“ übernimmt Kai Schreiber die Leitung.

Insgesamt sind es rund 100 Akteure, die bei Mozarts Seelenmesse brillieren – angefangen von Schülern der fünften Klasse bis zur zwölften Jahrgangsstufe. Einige sind auch dabei, die im Frühjahr Abitur gemacht haben, ebenso viele Ehemalige der Schule, im Chor singen zudem auch Eltern, frühere Lehrer und Freunde mit, berichtet Musiklehrer Altvater später. Als formidable Profi-Solisten wirken seine Frau Barbara Altvater (Sopran) sowie Alexandra Paulmichl (Alt), Thomas Jakobs (Tenor) und Marcel Brunner (Bass) an der Aufführung mit, die von den zahlreichen Zuschauern mit minutenlangem Applaus honoriert wird.

Das Gefühl nach diesem letzten der drei Auftritte? „Schön, Erleichterung, aber es ist auch schade, weil es vorbei ist“, entgegnet die 15-jährige Viola-Spielerin Lisa-Marie Köppl. „Es war ein gutes Abschlusskonzert“, meint die gleichaltrige Kathrin Kaufmann, die gleichfalls seit zehn Jahren die Bratsche spielt. Das ganze Schuljahr über wurde außerhalb der Unterrichtszeit geprobt, mit vielen Proben-Samstagen und zweieinhalb Tagen in Orchesterfreizeit in einer Jugendherberge in Oberwesel, berichtet Altvater.

„Das kann man nur machen, wenn man gute Schüler hat“, lobt Altvater die herausragende Leistung der jungen Chor- und Orchestermusiker. Im Theodor-Heuss-Gymnasium spiele die Musiktradition eine große Rolle, erklärt er. Etwa alle drei Jahre werde, wie nun mit dem Requiem, ein großes Werk aufgeführt.