Ludwigshafen

Soziales Geschwister-Scholl-Gymnasium organisiert Spendenlauf für Kinder- und Jugendpsychiatrie des St. Annastiftskrankenhauses

Schüler helfen Altersgenossen

Ludwigshafen.630 Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums beteiligen sich an einem Spendenlauf, dessen Erlös an die Kinder- und Jugendpsychiatrie des St. Annastiftkrankenhauses geht. „Bei der Aktion tut jeder etwas für sich und dabei noch etwas Gutes für andere“, erklärt die elfjährige Pia.

Jeder Läufer hat vorab persönliche Sponsoren geworben und sich mit ihnen auf einen Spendenbetrag pro Runde geeinigt. Je mehr Runden mit einer Länge von 600 Metern gelaufen werden, desto höher wird die Summe. Der Rekord liegt kurz nach Beginn der Veranstaltung schon bei neun Runden in einer halben Stunde. „Ich habe versucht, zehn Runden zu schaffen. Am Schluss waren es acht“, erzählt der zwölfjährige Jakob.

„Es gibt einem ein gutes Gefühl, für eine gute Sache zu laufen. Ich habe mir daher mehr Mühe gegeben“, sagt Najla aus der siebten Klasse. Sie habe mehr Spaß am Laufen, wenn sie es nicht nur für sich, sondern für andere tue, erzählt Ikraam.

„Ein Teil des Geldes geht an die Kinder- und Jugendpsychiatrie, deren Arbeit wir schätzen. Die Behandlungserfolge sind groß. Die Klinikleitung will das Außengelände für moderne Therapieformen ausbauen, die mit dem gewöhnlichen Budget nicht machbar sind“, erzählt Lehrerin Stephanie Lind.

Ein anderer Teil der Summe werde für eine Kletterwand verwendet, die sich viele Schüler wünschen, für die aber bislang Geld fehlte. Lind: „Weil man beim Klettern durch das gegenseitige Sichern voneinander abhängig ist, schafft der Sport Vertrauen und trägt zum Teamgeist und der Stärkung des Klassenverbands bei. Die gewaltpräventive Wirkung des Kletterns ist nachgewiesen. Der Sport hilft auch Ängste zu überwinden und fördert die Motorik.“

Schüler der Oberstufe führen die Teilnehmerlisten. Sie notieren die Anzahl der gelaufenen Runden und den Betrag, der mit dem Sponsor vereinbart ist. Die meisten Förderer sind Verwandte oder Freunde. Manche Schüler unterstützen sich gegenseitig oder haben kleine Firmen als Förderer gewonnen.

„Es ist schön, dass das Geld dem Krankenhaus gespendet wird. Auch die Idee für die Kletterwand hat mich motiviert“, erzählt Pia. Der Gesamtbetrag bei dem Spendenlauf steht zwar noch nicht fest, die Veranstalter sind aber zufrieden. Zum Vergleich: Bei einer etwas umfangreicheren Aktion 2015 kamen rund 11 000 Euro zusammen.