Ludwigshafen

Hemshof Haus der Medienbildung richtet sogenannten Escape Room ein

Schüler lösen Rätsel online

Archivartikel

Ludwigshafen.Ein genialer Professor will das Internet abschalten, weil im Web seiner Meinung nach nur Katzenbilder gezeigt werden. Weil durch diesen Schritt auch die Strom- und Wasserversorgung zusammenbrechen würden, müssen die Schüler in einer Gemeinschaftsaktion einen Weg finden, um in einem sogenannten Escape Room den unheilvollen Prozess abzubrechen. Das Haus für Medienbildung hat dafür vier Räume in der Prinzregentenstraße eingerichtet, in denen Schulklassen und Jugendgruppen am Computer etwa 90 Minuten lang spielerisch Rätsel lösen können.

„Die Materialien für dieses Spiel können auch an Schulen weitergegeben werden“, sagt Steffen Griesinger, Leiter beim Haus der Medienbildung. „Ein solches Angebot ist der Renner bei jungen Leuten“, freut sich Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck über das Vorhaben, das gestern offiziell gestartet ist. Bereits jetzt sind alle Termine für die nächsten Wochen ausgebucht.

„Im Gegensatz zu vielen anderen Städten kann Ludwigshafen mit einem nichtkommerziellen Angebot dieser Art aufwarten“, betont die Oberbürgermeisterin. Auch generell zeigt sie sich sehr angetan von dem Projekt. „Damit wird die Teamfähigkeit der Jugendlichen gestärkt.“

Marc Jan Eumann, Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK), hebt hervor, dass mit dem Escape Room auch junge Frauen angesprochen werden sollen. Bereits in der Vergangenheit habe sich Ludwigshafen als guter Ort erwiesen, um neue Medien auszuprobieren, merkt Eumann mit Verweis auf die Anfänge des Privatrundfunks in Deutschland an.

Die Einrichtung des knapp 10 000 Euro teuren Escape Room habe die BASF stark gefördert, lobt Griesinger. Unterstützt wurde das Projekt auch von der Stadt und dem Bildungsträger ZAB Frankenthal. Anna-Lena Kramer erarbeitete das Programm federführend im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) Digital. Ihr Einsatz in den vergangenen sechs Monaten lohnte sich – sie wurde jetzt als Honorarkraft beim Haus der Medienbildung angestellt.