Ludwigshafen

Sport Profi-Handballer der Rhein-Neckar-Löwen besuchen Viertklässler der Wittelsbachschule und trainieren mit ihnen

Schüler treffen auf ihre Idole

Archivartikel

Ludwigshafen.Für den zehnjährigen Mael Vogelmann ging in der Wittelsbachschule ein langgehegter Traum in Erfüllung: einmal mit seinen Idolen Handball spielen. Der Ludwigshafener Viertklässler ist nicht nur selbst in der D-Jugend der VTV Mundenheim aktiv, sondern darüber hinaus ein großer Fan der Rhein-Neckar-Löwen, deren Bundesliga-Spiele er sich öfter live in der SAP Arena anschaut. Sein Lieblingsspieler ist Mikael Appelgren, der Torhüter.

Um seine Vorbilder persönlich kennenlernen zu können, hatte Mael eine Idee: Seine Klassenlehrerin sollte sich für die „Schul-Safari“ des Erstligisten bewerben. Regelmäßig schickt der Verein zwei Profis als „Tandems“ in die Schulen und bringt den Kindern den Handballsport näher. „Da habe ich nicht lange gezögert“, sagt Carolin Elfner, Klassenlehrerin der 4a und selbst handballbegeistert: „Vor zwei Jahren hatten wir schon einmal einen Handballtag mit dem früheren Nationalspieler Christian Schwarzer, damals im Rahmen einer bundesweiten Verlosung.“

Teilnahme bei Turnieren

Seitdem sei das Interesse an dieser Sportart in ihrer Schule immer weiter gewachsen. Inzwischen gibt es eine Handball-AG, und jedes Jahr nehmen die Schüler am Ludwigshafener Handballturnier teil. Mit einigen Kindern und Eltern hat die engagierte Sportlehrerin sogar das Champions-League-Spiel der Löwen gegen den schwedischen Klub IFK Kristianstad besucht. So war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Stars in der Wittelsbachschule hautnah präsentierten.

Und die Kinder hatten Glück: Mit Mads Mensah Larsen bekamen die Viertklässler gleich einen waschechten Weltmeister zu Gesicht. Im Januar hatte der 27-jährige Däne mit seinem Team den Titel gewonnen – nun brachte er den 19 Schülern der 4a, allesamt im gelben Trikot der Rhein-Neckar-Löwen, grundlegende Techniken sowie den einen oder anderen Trick bei. Als weiterer Coach stand Jesper Nielsen parat, schwedischer Nationalspieler und Kreisläufer bei den Löwen.

Einen wichtigen Bestandteil des Trainings bildeten die kooperativen Übungen, bei denen sich vier bis fünf Kinder im Team gemeinsam dehnten und streckten. „Solche Übungen gibt es bei uns nicht nur im Sport“, erklärt Schulleiter Christoph Theobald, „wir bauen sie gezielt in den Unterricht ein“. Wichtig sei es, die Sozialkompetenz zu stärken und Gewaltprävention zu betreiben, was auch ganz dem Motto der Schule entspreche: „Miteinander – füreinander – voneinander!“ Und wie haben die Schüler das etwas mehr als zweistündige Zusammenspiel mit den Profis erlebt? „Cool“ sei es gewesen, spricht Mael Vogelmann stellvertretend für seine Klasse, bevor er ein letztes Mal mit gekonnter Wurftechnik aufs Tor zielt, in das sich Löwen-Profi Jesper Nielsen gestellt hat. Den Treffer versenkt der Schüler sicher.