Ludwigshafen

Schwieriger Umbruch

Sehr ehrgeizig ist das Ziel der CDU, wieder stärkste Fraktion bei der Stadtratswahl im Mai zu werden. Leicht ist es nicht zu erreichen. Denn die Partei muss eine schwierige Umbruchphase meistern.

Der frühere Fraktionschef Torbjörn Kartes verzichtet ganz auf ein Mandat in der Kommunalpolitik, auch erfahrene Stadträte wie Klaus Schneider, Manfred Schwarz und Renate Morgenthaler ziehen sich zurück. Zudem hat die Partei den Chefposten im Rathaus und damit eine Oberbürgermeisterin als Zugpferd verloren. Mit Daniel Beiner, Dennis Schmidt und Rebecca Wild, der früheren „Miss LU“ von 2005, tauchen drei junge Mitglieder auf den ersten zehn Plätzen der Liste auf. Ob die CDU damit punkten kann, ist schwer abschätzbar.

Auf jeden Fall muss die Partei inhaltlich deutlich zulegen und mehr konkrete Schwerpunkte benennen, was sie künftig erreichen will. Was bislang an programmatischen Ansichten geäußert wurde wie etwa zur Sozialquote oder zu einem Landwirtschaftsbeirat, ist zu wenig für eine Partei, die kommunalpolitisch wieder Nummer eins sein will.

Die CDU mag zwar nun Rückenwind aus Berlin verspüren, die hoch motivierte Ludwigshafener SPD fühlt sich indes bereits seit längerem im Aufwind durch ihren Sieg bei der Oberbürgermeisterwahl.