Ludwigshafen

Hochstraße Fraktionen wollen aktualisierte Studie

Seilbahn erneut prüfen

Archivartikel

Ludwigshafen.Wegen der Hochstraßen-Sperrung soll der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eine vertiefte Machbarkeitsstudie für eine Personen- oder Güterseilbahn zwischen Ludwigshafen und Mannheim erstellen. Dies beschloss der Bau- und Grundstücksausschuss am Montag einstimmig – auch wenn die Fraktionen skeptisch über die Rentabilität einer solchen Maßnahme sind. „Nach der Sperrung der Hochstraße Süd wollen wir aber nichts unversucht lassen, um den Kfz-Verkehr zu verringern“, begründete Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) den Vorstoß. 2016 hatte eine Studie zur Personenseilbahn über den Rhein nur ein geringes Potenzial von täglich 700 Fahrgästen ergeben, die vom Auto umsteigen würden. Dies sei angesichts einer Investition von 30 bis 60 Millionen Euro nicht rentabel, so der VRN.

Parkplätze fehlen

SPD und CDU verweisen darauf, dass große Parkplätze an den denkbaren Stationen einer Personenseilbahn in Ludwigshafen weiterhin fehlen. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) rechnet zudem mit einer langen Bauzeit, denn ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren sei nötig. Zudem müsse die Stadt die entsprechenden Grundstücke noch erwerben. Für einen gewerblichen Container-Transfer über den Rhein könnte sich eine Seilbahn eher lohnen, so die Fraktionen. Zudem soll der Bau einer Fußgänger- und Radbrücke im Bereich südlich des BASF-Tors 7 und nördlich der Reiß-Insel geprüft werden. 

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