Ludwigshafen

Agentur für Arbeit Geschäftsführerin Beatrix Schnitzius verlässt Ludwigshafener Bezirk / Lob von Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck

„Sie hat viele Projekte angestoßen“

Ludwigshafen.„Sie war stets mit Herzblut dabei und hat einige Projekte angestoßen, um die Arbeitslosigkeit auch unter Jugendlichen zu senken“, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD). Viel Lob bekam Beatrix Schnitzius, Chefin der Ludwigshafener Agentur für Arbeit, auch von ihrem Arbeitgeber. „Als große Netzwerkerin hat sie viel bewegt“, sagte Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland bei der Arbeitsagentur. Nach siebenjähriger Tätigkeit verlässt die 64-Jährige den Ludwigshafener Bezirk und wechselt in den Stab von Heidrun Schulz – für strategische Aufgaben.

Servicepunkt für Migranten

„Dass jemand in diesem Alter noch eine neue Tätigkeit übernimmt, war schon überraschend. Aber Schnitzius hat alle Stufen bei der Bundesagentur für Arbeit durchlaufen und kann Informationen für neue Vorhaben bündeln“, meinte Schulz. In Ludwigshafen habe sie beispielsweise eine Pflegetagung initiiert und den Servicepunkt für Migranten eingerichtet, bei dem alle Aspekte einschließlich Sprachkurse besprochen werden. Mit der BASF und den Kammern habe Schnitzius auch den Ausbildungsverbund erweitert.

Auch DGB-Chef Rüdiger Stein als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses bedauerte ihren Weggang. „Sie hat eine mitreißende Art“, attestierte Clemens Körner (CDU), Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises, der scheidenden Agenturchefin. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, dass sie den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses „stets das Gefühl gegeben hat, dass sie mehr zu sagen haben als die Zentrale in Nürnberg“.

„Ich bin stets optimistisch“, erläuterte die 64-Jährige ihre Grundeinstellung. „Von den Zahlen waren wir nicht immer erfolgreich, mit unserem Tun aber schon.“

Ihrem Nachfolger Daniel Lips (38), der bislang in Frankfurt am Main tätig war, überreichte sie ein Heft mit den Worten: „Ich habe in Ludwigshafen keine Geschichte geschrieben, aber an einigen Kapiteln mitgewirkt. Ich hoffe, Sie können diesen Weg gut fortsetzen.“