Ludwigshafen

Ein Verletzter

Sieben Wohnungen nach Dachstuhlbrand in Ludwigshafen unbewohnbar

Archivartikel

Ludwigshafen.Die Ludwigshafener Feuerwehr ist am Dienstagabend zu einem Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Mundenheim ausgerückt. In einer Pressemitteilung erklärte ein Sprecher, dass die Einsatzkräfte den Brand in der Oberstraße mit zwei Trupps im Innen- und mit Hilfe von zwei Hubrettungsfahrzeugen mit Wasserwerfern im Außenangriff bekämpften. Das Gebäude war zwischenzeitlich evakuiert worden. Etwa zwei Stunden benötigten die 45 vor Ort befindlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr, die mit zwölf Fahrzeugen ausgerückt waren, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das Feuer war gegen 18.10 Uhr ausgebrochen.

Die Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten das Haus rechtzeitig verlassen. Ein 26-jähriger Bewohner der Brandwohnung erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst versorgt. In dem betroffenen Mehrfamilienhaus befinden sich sieben Wohnungen, welche nach dem Feuer und den Löscharbeiten nicht mehr bewohnbar waren. Die Bewohner wurden bei Verwandten und Bekannten untergebracht. Durch die massive Brandentwicklung wurde auch die Giebelseite des Nachbargebäudes in Mitleidenschaft gezogen. Wie die Polizei mitteilte, wird der Gesamtschaden auf 500.000 Euro geschätzt. 

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren aus Oppau und Stadtmitte. Ebenfalls war der Rettungsdienst, die Polizei sowie der Entstördienst der TWL an der Einsatzstelle. Auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen, Jutta Steinruck, war vor Ort, um sich über die Schadenslage zu informieren.

Einsatz zieht sich durch die Nacht

Die Nachlöscharbeiten dauerten am späten Abend noch an und werden sich nach Informationen der Feuerwehr noch durch die ganze Nacht ziehen. Dachziegel müssten immer wieder entfernt werden, um darunter liegende Glutnester ablöschen zu können. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Brandursache ist noch unklar. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 0621 9632773 oder per E-Mail an kiludwigshafen.k1.kdd@polizei.rlp.de von der Polizei entgegengenommen. 

Durch das Feuer war der öffentliche Nahverkehr zwischenzeitlich eingeschränkt. Das Verkehrsunternehmen RNV informierte auf Twitter, dass die Linie 6 die Haltestellen Am Schwanen, Schillerschule und Hoheneckstraße in Richtung Rheingönheim wegen des Feuerwehreinsatzes nicht bedient werden konnten. Auch die Linie 74 war beeinträchtigt: Es entfielen die Haltestellen Am Schwanen und Mundenheim Bahnhof.