Ludwigshafen

Grüne Neuer Vorstand will Gespräche mit Lagern führen

„Spaltung überwinden“

Archivartikel

Ludwigshafen.Die neu gewählte Doppelspitze des Grünen-Kreisverbands Ludwigshafen will die tiefen Gräben in der Partei zuschütten. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an zu klären, wie vier Mitglieder der Grünen auf die Kandidatenliste der Piraten für den Stadtrat geraten sind und welche Rolle dabei der alte geschäftsführende Vorstand gespielt hat“, betonten Aysel Mollaogullari und Konstantin Fröhlich in einer Mitteilung. Der Vorstand werde alle beteiligten Grünen-Mitglieder anhören, Stellungnahmen einholen und sich mit dem Landesverband beraten. Erst dann sollen Schlüsse gezogen werden, welche internen Maßnahmen zu ergreifen seien.

„Außerdem wird der Vorstand mit beiden Grünen-Fraktionen Gespräche führen, um auszuloten, wie die Spaltung überwunden werden kann und wie unsere Ziele gemeinsam umgesetzt werden können“, so Mollaogullari und Fröhlich. Wie berichtet, hatte sich die Grünen-Fraktion nach der Kommunalwahl wegen der angeblichen Unterstützung der Piraten, gestohlenen Wahlplakaten und des Streits um einen Generationenwechsel gespalten. Die Fraktion um Monika Kleinschnitger und Hans-Uwe Daumann heißt „Die Grünen im Rat“, die um Raik Dreher und Nesrin Akpinar „Die Grünen und Piraten Ludwigshafen“. Ihnen hatte sich der Pirat Heinz Zell angeschlossen.

Parteiausschluss ein Thema

In der Mitteilung widersprach der neue Vorstand auch der Darstellung der Piraten, die Hilfe bei der Listenaufstellung sei ein reiner Freundschaftsdienst vom alten Grünen-Vorstand gewesen. „Uns liegen verlässliche Informationen vor, nach denen sich ein Mitglied der Piraten bei einem ehemaligen geschäftsführenden Vorstand für die Vermittlung mehrerer Personen für die Piraten-Stadtratsliste bedankt haben soll“, heißt es. Darunter seien vier Mitglieder der Grünen gewesen. Bei der jüngsten Versammlung des Kreisverbands hatten wegen dieses Vorfalls Mitglieder die Prüfung eines Parteiausschlussverfahrens gegen den alten Vorstand Raik Dreher und Petra Mazreku gefordert. 

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