Ludwigshafen

Enge Straßen Anwohner bezweifeln Ergebnisse der Stadt

SPD fordert Nachprüfung

Ludwigshafen.Im Streit um die geplante Streichung von Hunderten Parkplätzen in den Ludwigshafener Stadtteilen fordert die SPD-Stadtratsfraktion die Verwaltung zu einer Nachprüfung einzelner Straßen auf. Im Zusammenhang mit der stadtweiten Überprüfung der Straßenbreite gebe es in einigen Stadtteilen Zweifel der Bürger an den Ergebnissen. „Die Anwohner haben uns direkt angesprochen mit dem Hinweis, dass die Straßen in Einzelfällen unmöglich die von der Verwaltung in den Ortsbeiräten dargestellte Breite haben können“, erklärt der SPD-Stadtverbandsvorsitzende David Guthier in einer Mitteilung.

„Wir haben uns das stichprobenartig vor Ort angeschaut und können zum Teil die Zweifel an der Messung teilen. Wir fordern daher die Verwaltung auf, das Gutachten zu der Vermessung zu überprüfen und mögliche Auslegungsdefizite auszuräumen“, so Guthier. Dennoch stehe für die SPD die Sicherheit der Bürger im Vordergrund. „Wenn ein Rettungsfahrzeug nicht in eine Straße einfahren kann, kann das zu verheerenden Schäden führen“, sagt die sicherheitspolitische Sprecherin der Partei, Julia Appel. Die Beeinträchtigung der Bürger müsse aber auf ein Minimum reduziert werden. „Wir nehmen die Bedenken der Anwohner sehr ernst.“

Hunderte Parkplätze gestrichen

Wie berichtet, hatte die Verwaltung Mitte Februar angekündigt, zahlreiche Parkplätze in allen Stadtteilen bis auf die Pfingstweide aus Sicherheitsgründen zu streichen. Demnach würden parkende Autos insbesondere in engen Straßen in den Ortskernen die Zufahrt von Rettungs- und Feuerwehrfahrzeugen behindern. „Es kann nicht sein, dass die Feuerwehr wegen zugeparkter Wege nicht rechtzeitig zum Einsatzort kommen kann“, hatte der Ordnungsdezernent Andreas Schwarz (SPD) Ende Februar gesagt und auf schärfere Kontrollen gepocht. jei