Ludwigshafen

Nördlich A 650 Verzicht auf Gewerbegebiet bei Ruchheim

SPD lehnt Bebauung ab

Ludwigshafen.Die SPD-Stadtratsfraktion und die Ruchheimer Ortsvorsteherin Heike Scharfenberger lehnen eine Bebauung des 43 Hektar großen Gebiets „Nördlich der A 650“ ab. „Wir werden uns bei der Änderung des Flächennutzungsplans dafür einsetzen, dass die Vorhaltefläche für dieses Gebiet entfällt“, erklärten Fraktionschef David Guthier und Scharfenberger. „Durch die Ansiedlungspolitik von Frankenthal entstand eine Belastung für Ruchheim, die durch eine zusätzliche Gewerbenutzung auf der Ruchheimer Gemarkung verschärft würde“, so Scharfenberger. Auf dem wertvollen Ackerland soll kein Gewerbegebiet entstehen. Lebensqualität und Klimaschutz hätten Priorität. Dies habe Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) in ihrem Arbeitsprogramm sowie in Gesprächen mit der Bürgerinitiative klar zum Ausdruck gebracht.

CDU fordert Beirat

Bereits seit Jahren kämpft die BI um Jutta Kreiselmaier-Schricker, die als Ortsvorsteher-Kandidatin der Grüne 21,1 Prozent der Stimmen erhalten hat, für den Erhalt der Ackerflächen. Bei der Ortsvorsteher-Stichwahl am 16. Juni muss Scharfenberger ihr Amt gegen Dennis Schmidt (CDU) verteidigen. Die Ortsvorsteherin will sich dafür einsetzen, dass das Frankenthaler Gewerbegebiet „Im Römig“ einen direkten Anschluss an die A 61 erhält.

Schmidt sagte, die SPD greife damit eine langjährige Forderung der Union auf, und begrüßte den klaren Verzicht der Sozialdemokraten. „Eine Bebauung des Gebiets ist nicht sinnvoll – aus ökologischen und verkehrsbedingten Gründen.“ Ein Landwirtschaftsbeirat, ein Kommunikationskanal für Bewohner und Landwirte sei richtig, um solche Fragestellungen zu diskutieren. ott